Es geht um Stil und nicht um Zeitmessung.
Mehr personal Lifestyle, please!

Es ist wichtig, dass junge Menschen Uhren nicht als Zeitmesser, sondern als personal Life-Style und Kulturgut anzusehen. Es gibt kaum smarter und bessere Möglichkeiten der persönlichen Differenzierung. Aber es bedarf der Anstrengung aller und einer gezielten Kommunikation.

Mehr personal Lifestyle, please!

Zeitenwende.

Man kann nur mit höchster Bewunderung von der technischen Perfektion und den immer ausgefalleneren Komplikationen sprechen, welche die meisten Uhren-Marken Jahr für Jahr auf den Markt bringen. Während früher eine schöne Uhr mit weitgehend präziser Zeitmessung und ausreichender Wasserdichtigkeit bereits das Maß aller Dinge war, geht es heute um raffinierte Zeitmessung höchster Komplexität und um Tauchtiefen, die ein normaler Mensch in seinem Leben nie erreichen wird. Auch die Materialien werden immer unterschiedlicher. Ob klassisch in Stahl, Gold, Platin, ob gebürstetes Bronze oder  ultraleichtes Karbon, ob aus härtester Keramik und in fester DLC-Beschichtungen – die Werkstoffe bestechen und machen Uhren immer spannender und unterschiedlicher.

Allein, das Problem ist ein anderes. Das Erfassen der Zeit wie das Ablesen der Uhrzeit findet längst auf dem Handy statt. Permanent, pausenlos, ultrapräzise und umsonst . Und zwar auf jedem Handy, jeder Marke, jedwelcher Preiskategorie.
Wieso dann der Kampf um die letzte Zehntelsekunde und weitere hundert Meter Tauchtiefe?

Junge Menschen geben trotz aller vordergründiger technischer Verbesserungen bedenkenlos 1.000€ für ihr neues Gerät in Mega-Size aus, weil es chic und angesagt ist. Und weil sie wissen, dass ihr iPhone, Samsung oder Huawei für Differenzierung und Lifestyle steht.

Meine Bitte: Das Uhrenherz freut sich über jedes neue sphärische Tourbillon und die dazu passende Werbung. Wieso aber nicht mal eine gemeinsame Kampagne für junge Männer und Frauen, die klar macht, dass es bei einer Uhr nur bedingt um das Ablesen der Zeit geht.
Uhren werden deshalb sichtbar am Arm getragen werden, damit man neben der Uhrzeit den Stil, den Geschmack und den Anspruch des Trägers ablesen kann.

Es ist an der Zeit, dies der jungen Generation zu vermitteln.

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