Uhren mit Blick ins Uhrwerk
Seien Sie einsichtig – und schauen Sie auf die Details!

Diese Uhren glänzen durch innovative, feine Uhrmacherei und hier lohnt der genaue Blick ins Werk. Mechanische Glanzstücke von Greubel Forsey, H. Moser&Cie., Frederique Constant, TAG Heuer und Hublot

Seien Sie einsichtig – und schauen Sie auf die Details!

Die Konzentration auf das Wesentliche: Hochwertige Uhrmacherei einer kleinen, feinen Uhrenmanufaktur H. Moser & Cie.

Ein Meister-Werk

Auch wenn man sagt, die schönsten Blumen blühen im Verborgenen, ist man doch neugierig, was sich im Unsichtbaren tut. Gerade bei hochwertigen Uhren. Sind es doch die mechanischen Werke, um die es in Wahrheit geht. Entsprechend groß ist das Interesse, das präzise Kaliber, die ausgetüftelte Komplikation oder die meisterhafte Veredelung näher in Augenschein zu nehmen.
Gott sei Dank, haben Uhrenhersteller hierfür zusehends Verständnis und versehen ihre wertvollen Zeitmesser zusehends mit Glasböden, skelletierten Uhrwerken oder Aussparungen im Zifferblatt. Mehr noch, mitunter wird der Großteil des Zifferblattes ganz weggelassen, so dass der Blick ungestört ins Werk fällt.
Halten wir es also mit dem jungen Schiller und nehmen uns seine Zeilen zu Herzen:
„Soll das Werk den Meister loben, doch der Segen kommt von oben“

Fein ausbalanciert

Einzig und allein der Zeit widmet sich die weißgoldene „Balancier Contemporain“ von Greubel Forsey. Das kontinuierliche Verstreichen der Zeit zeigt die Oszillation der 12,6 mm großen Glucydur-Unruh mit drei Hertz Frequenz und variabler Trägheit. Ein Unruhstopp gestattet weiterhin ein sekundengenaues Zeigerstellen. Spätestens nach 72 Stunden muss dem aus 255 Teilen assemblierten Uhrwerk von Hand die nötige Energie zugeführt werden. Hinweise darauf liefert eine Gangreserveanzeige bei „12“. Einen wohl ausreichenden Schutz von bis zu drei bar Druck bietet das Gehäuse. Es hält so zerstörerisches Wasser von der  puristischen Edel-Mechanik fern.

Es geht auch zeigerlos

Die Frage, ob ein Zifferblatt tatsächlich Ziffern braucht, beantwortet H. Mosere & Cie. beim “Swiss Alp Watch Concept Black” klar. Nein. Bei analogen Uhren reicht die Stellung der Zeiger zueinander zur Erkennung der Zeit. Bei dieser Weißgold-Armbanduhr dient dagegen ein kreisrunder Zifferblattausschnitt bei „6“ als Orientierungshilfe. Im ihm dreht das fliegend gelagerte Minutentourbillon des Manufaktur-Handaufzugskalibers HMC 903 bei drei Hertz. Die Betätigung des Schiebers im linken Gehäuserand setzt zudem ein wahrhaft akustisches und optisches Schauspiel in Gang. Zwei Hämmer schlagen dann gegen die Tonfedern und tun so die aktuelle Zeit minutengenau kund.

 

Die Minuten-Repetition von H. Mosere & Cie.“ in Aktion

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Diese Uhr lässt Frauenherzen doppelt höher schlagen

Für Aletta und Peter Stas erwies sich die Begegnung mit Miguel Garcia als Glücksfall. Im Gespräch zwischen den beiden Gründern der jungen Uhrenmarke Frédérique Constant und dem damaligen Sellita-Verkaufsleiter waren sie auf der Suche nach neuen Ideen. Er zeigte Ihnen die Möglichkeit, das Automatikkaliber Eta 2836 vorne zu öffnen und so die Unruhschwingungen dem Uhrenträger wie etwaigen Zaungästen vor Augen zu führen.
Im Jahr 994 ging die leider nicht geschützte und deshalb rasch kopierte „Heart Beat“-Kollektion von Frédérique Constant an den Start und wurde schnell zum Erfolg. Zu den aktuellen Modellen gehört die Uhr „Ladies Automatic Double Heart Beat“ mit 36 mm großem Bicolor-Gehäuse und Automatikwerk vom Kaliber Sellita SW200-1.

Dieser Heuer Klassiker lässt tief blicken

Zu den anerkannten Stilikonen der Uhrengeschichte gehört zweifellos auch die Heuer “Carrera”. In die Fußstapfen des 1963 kreierten Chronographen tritt aktuell die „Carrera Calibre Heuer 02 Automatic“. Im Gegensatz zu einst beherbergt das 45 Millimeter messende Keramikgehäuse ein selbst entwickeltes und produziertes Automatikwerk mit Stoppfunktion. „Heuer 02“ heißt die diese Kaliber-Mechanik mit klassisch v-förmig angeordneten Zählzeigern und Permanentsekunde, Schaltradsteuerung des Chronographen, Vertikalkupplung, Rotoraufzug sowie 80 Stunden Gangautonomie. Zur Montage des Schaltwerks braucht es übrigens nur eine Schraube. Dafür kommen neugierige Zeit-Genossen dank des offenherzig gestalteten Zifferblatts voll auf ihre Kosten.    

 

Der TAG Heuer “Carrera Calibre Heuer 02 Automatic“ Chronograph in Aktion

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Die Mega-Meca 10 von Hublot

Warum gehört die „Meca-10“ zu den beliebtesten Armbanduhren in der Hublot-Kollektion? Ganz einfach: Bei vielen weckt dieser Zeitmesser das Kind im Manne. Der offene Blick durch das vordere Saphirglas erinnert spontan an Metallbaukästen von Märklin oder Meccano. Menschen ohne Gameboy-Sozialisierung werden sich daran erinnern. Die Baukästen mit gelochten Bauteile ließen sich mit Schrauben zu mehr oder minder komplexen Gebilden verbinden und der eigenen technischen Phatasie waren kaum Grenzen gesetzt.
Ähnlich inspiriert gingen auch die Hublot-Techniker bei der Konstruktion des aus 223 Teilen komponierten Handaufzugskalibers HUB1201 zu Werke.
Wie es aktuell um die üppige Gangautonomie von zehn Tagen bestellt ist, zeigt z.B. eine außergewöhnliche „Tankuhr“ mit Farbsignal und verzahnter Schubstange. Nicht minder spannend präsentiert sich die Rückseite mit drei unübersehbaren geraden und themengerecht durchbrochenen Räderwerksbrücken sowie zwei Federhäusern. Mit der „Big Bang Meca-10 Blue Ceramic“ erlebt der technikverliebte Mann am Handgelenk so sein „Blaues Wunder“.

Kein Wunder also, dass Uhrenliebhaber den freien Blick auf das Uhrwerk oder spannende Kaliberdetails schätzen. 

 

 

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