Unser Markenkosmos zum Uhrenhersteller

Alpina

Alpina zählt zu den traditionsreichen Schweizer Uhrenmarken und gilt als einer der frühen Wegbereiter der modernen Sportuhr. Die Geschichte begann 1883, als der Uhrmacher Gottlieb Hauser in Winterthur eine Vereinigung Schweizer Uhrmacher gründete, um Einkauf und Qualitätsstandards unabhängiger Hersteller zu bündeln.

Daraus entwickelte sich die Schweizerische Uhrmacher-Genossenschaft, später unter dem Namen Union Horlogère bekannt. Ein Vertrag mit dem Bieler Hersteller Straub & Cie. führte 1890 zur Verlegung der Zentrale nach Biel, wo die Genossenschaft mit spezialisierten Unternehmen wie Minerva, Certina und Cyma sowie Zulieferern für Werke, Gehäuse und Zifferblätter zusammenarbeitete.

Ab 1901 wurde der Name Alpina für besonders hochwertige Uhrwerke verwendet. Zum 25-jährigen Bestehen erfolgte 1908 die Eintragung als eigenständige Uhrenmarke, mit dem roten Dreieck als Erkennungszeichen; die Mitglieder des Netzwerks nannte man „Alpinisten“. In den 1920er-Jahren wurde Alpina bereits über rund 2.000 Fachhändler vertrieben – mit robusten Modellen für Piloten, Soldaten, Ingenieure und Bergsteiger.

1933 brachte Alpina mit der Blockuhr ein widerstandsfähiges Stahlgehäuse mit patentierter Abdichtung von Aufzug und Zeigerstellung. Daraus entstand 1938 die Alpina 4 – eines der wichtigsten Modelle der Firmengeschichte. Die Vier stand für vier Eigenschaften: antimagnetisch, wasserdicht, stoßgesichert und rostfrei – Anforderungen, die später zum Standard robuster mechanischer Armbanduhren wurden.

Angetrieben wurde sie u. a. von den Handaufzugskalibern 592 und 598. 1944/45 begann mit dem Kaliber 582 die Ära der Automatikuhr: Weil Patentrechte einen frei drehenden Rotor verhinderten, arbeitete das Werk mit einer durch Federpuffer begrenzten Pendelschwungmasse. Weitere bekannte Modelle waren die Alpina 70, die Standard und die 1968 eingeführte Tropicproof.

Wie viele Schweizer Hersteller geriet Alpina während der Quarzkrise der 1970er- und 1980er-Jahre unter erheblichen Druck, verlor sein Vertriebsnetz und verschwand weitgehend aus der öffentlichen Wahrnehmung.

2002 übernahmen Aletta und Peter Stas, die Gründer von Frederique Constant, die Marke und positionierten sie innerhalb ihrer Gruppe als Hersteller sportlicher Schweizer Uhren neu; Entwicklung und Fertigung wurden in der Genfer Manufaktur Plan-les-Ouates gebündelt. Seit der Übernahme der Frederique-Constant-Gruppe 2016 gehört Alpina zum japanischen Uhrenkonzern Citizen.

Die Grundideen der Alpina 4 prägen die Marke bis heute: Alpiner steht für sportliche Alltagsuhren, Startimer knüpft an die Fliegeruhr-Tradition der 1920er/30er-Jahre an, Seastrong bietet Taucheruhren, Heritage greift historische Gehäuseformen und Zifferblätter auf.

Technisch reichen die Kaliber von bewährten Schweizer Basiswerken bis zu eigenen Manufakturwerken – etwa dem Tourbillonkaliber AL-980, dem Regulatorwerk AL-950, dem Weltzeitantrieb AL-718 und dem Flyback-Chronographen AL-760. Das Manufakturkaliber AL-709 greift mit seinem Rotor die historische Pendelschwungmasse der 1940er-Jahre auf. 2015 gehörte Alpina zudem zu den ersten Schweizer Marken mit einer klassisch gestalteten Smartwatch mit digitalen Vernetzungsfunktionen.

Heute steht Alpina vor allem für funktionale, vergleichsweise erschwingliche Schweizer Sportuhren mit Bezug zu Fliegerei, Tauchsport und Outdoor-Aktivitäten. Das rote Dreieck und das Alpina-4-Prinzip verbinden die genossenschaftliche Gründungsgeschichte mit dem aktuellen Uhrenprogramm.

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Neue Uhren von Alpina und Baume & Mercier Alpina Alpiner4 und Baume & Mercier Hampton Hommage à Pierre Soulages: Neu und grundverschieden

Das Uhrenjahr 2022 Fahrt auf. Mache Uhrenmarken lüften bereits den Schleier über echten Neuheiten, andere beschränken sich mit modifizierten Versionen bereits bekannter Zeitmesser. Der Uhrenkosmos richtet den Blick auf zwei ganz unterschiedliche Armbanduhren, die Alpina Alpiner4 und Baume & Mercier Hampton Hommage à Pierre Soulages. Jedes Modell steht für eine Art der Betrachtungsweise.

Alpina Alpiner4 BaumeMércier Hampton Pierre Soulages (C) Uhrenkosmos

Taucheruhren von Alpina und Mühle-Glashütte Taucheruhren Alpina Seastrong Diver Gyre und Mühle-Glashütte Sea-Timer BlackMotion

Blau oder schwarz? Das ist bei diesen beiden Taucherarmbanduhren die Frage. Ein Gehäuse aus recyceltem Kunststoff und Glasfaser besitzt die neue Linie Seastrong Diver Gyre Automatic von Alpina. Mühle-Glashütte verwendet für die Schale des Sea-Timer BlackMotion mehrfach PVD-beschichteten Edelstahl. Abtauchen kann man mit beiden Modellen bis zu 300 Meter. Theoretisch, denn es gilt einiges zur Wasserdichte von Uhren zu sagen!

Links die Alpina Linie Seastrong Diver Gyre Automatic und rechts die Mühle-Glashütte Sea-Timer BlackMotion