Vacheron Constantin "Historiques Cornes de Vache 1955"
Kuhhörner aus Rotgold

Pünktlich zum 260. Firmenjubiläum debütierte Vacheron Constantin während des Genfer Uhrensalons 2015 mit dem Chronographenkaliber 3300. Es ist das ersten klassische Chronographenkaliber aus eigener Manufaktur und findet sich direkt in einer neuen Uhr. Ein Hauch Nostalgie wehte dabei durch die Hallen.

Kuhhörner aus Rotgold

Hier wird Uhrmacherkunst mal so richtig auf die Hörner genommen: Die Vacheron Constantin Historique Cornes de Vache ist ein würdiges Beispiel für die Kunst des Uhrenbaus

Zum Jubiläum ein eigenes Chronographenkaliber

Zuvor hatte die Genfer Nobelmanufaktur nur Rohwerke u.a. von Valjoux und Lémania erworben und dann nach allen Regeln der Uhrmacherkunst verfeinert. Bei der Swatch Group, welche die Nouvelle Lémania zusammen mit Breguet von der Investors Corporation übernahm, fungiert der Rohwerkefabrikant inzwischen als Breguet Manufaktur. Vertragsbedingt hat Vacheron Constantin weiterhin Zugriff auf Komponenten des 27,5 Millimeter großen und 5,6 Millimeter hohen 2310. Zu seinen Besonderheiten gehört neben dem klassischen Schaltrad auch nicht minder klassische horizontale Räderkupplung.  Und auch die Unruhfrequenz von 18.000 Halbschwingungen/Stunde ist mittlerweile selten geworden. Bedingt durch gründliche Finissage und  modifizierende Elemente hat Vacheron Constantin das zugekaufte Basis-Uhrwerk in 1142 umgetauft. Zu den Modifizierungen gehörten zum Beispiel auch ein speziell gestaltetes Schaltrad und die Steigerung der Unruhfrequenz auf drei Hertz (21.600 A/h). Nach manuellem Vollaufzug gewährleistet das Federhaus nun rund 48 Stunden Gangautonomie. Für ein Exemplar benötigen die Uhrmacher 164 Komponenten.

Nostalgie mit Genfer Siegel

Dieses Uhrwerk findet sich in der soeben vorgestellten  „Historiques Cornes de Vache 1955“.  Nicht zuletzt wegen ihrer geschwungenen Bandanstöße mutete sie sehr nostalgisch an. Für alle jene, die des Französischen nicht mächtig sind: Cornes de vache meint auf gut Deutsch tatsächlich nichts anderes als jene Kuhhörner, woran die in den 1940-er und 1950-er Jahren populären Bandanstöße erinnern. Das Platingehäuse mit Sichtboden misst 38,5 Millimeter. Beweis dafür, dass Vacheron Constantin Werk und Uhr in seinen Genfer Ateliers feinbearbeitet, montiert und Reguliert ist das Genfer Siegel. Ihm zufolge darf der Nobel-Chronograph mit Tachymeterskala auf dem Zifferblatt während einer Woche nicht mehr als eine Minute falsch gehen. Er kostet 73.800 Euro.

So geht's: Einmal alle Funktionen sauber erklärt

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


CAPTCHA-Bild
Bild neu laden