Genfer Frühling?
Von Euphorie war zuletzt wenig zu spüren. Die zweite Blockade eines wichtigen Welthandelsweges innerhalb nur eines Jahrzehnts strahlt auch auf das dynamische Asien außerhalb vom, schon länger schwächelnden China ab. Der Markt für klassische Uhren ist betroffen, weil manch wohlhabender Bieter direkt im aktuellen Krisengebiet residiert.
Trotzdem schaffte es die Monaco Legend Group am letzten Wochenende, 98% ihres Kataloges zu verkaufen und damit beachtliche 26,5 mio. Euro einzuspielen. Es gelang außerdem, eine von vier bekannten Zenith Daytonas aus Platin mit einem Perlmutt Zifferblatt für 1,9 Mio. Euro zu versteigern. Also lassen auch die Kataloge von Phillips, Christie’s, Antiquorum und Sotheby’s auf ein spannendes Wochenende zu den Klassischen Uhren-Auktionen 2026 in Genf hoffen.
Live Auktionen klassischer Uhren in Genf im Mai 2026
Phillips in Association with Bacs & Russo, 9. – 10. Mai 2026
Anfang oder Ende der Globalisierung?
Besonders Phillips hat in den vergangenen Jahren vielen Boutique-Uhrmachern als Alternative zur traditionellen Haute Horlogerie eine Bühne verschafft, ohne dabei die Standards zu vernachlässigen.
Das aktuelle Top-Los 27 ist ein Patek Philippe World Timer mit Cloisonné-Zifferblatt aus den 1950er Jahren. Das ursprüngliche Patent stammte von Louis Cottier und wurde erst 1948, Jahre nach seiner Entwicklung in der Schweiz registriert. Neben Patek Philippe waren die ersten Kunden Vacheron Constantin, Rolex und Agassiz (Los 24). Die Hoffnung auf „globe-trottende Jetsetter“ muss bei Patek besonders groß gewesen sein.
Cottier arbeitete mit den Uhrenherstellern direkt, um den Weltzeit-Mechanismus auf die jeweiligen Kaliber abzustimmen und mit Stern Frères, um die schönen Blätter und Städteringe zu entwickeln. Die wertvollsten Zifferblätter wurden von namhaften Genfer Emaille-Artisten dekoriert und von Top-Häusern, wie eben Patek Philippe bestellt. Aber Patek ging noch einen Schritt weiter und verbesserte den Cottier-Mechanismus im Jahr 1953 mit einem eigenen Patent zur unabhängigen Steuerung des Städte- und des 24-Stundenrings durch eine zweite Krone. Das Modell 2523 gilt trotz seines ungewöhnlichen Designs mit „Fancy Lugs“ und beidseitigen Kronen als wichtigster World Timer aller Zeiten.
Dazu ist Los 27 eine von nur zwei bekannten Uhren mit Süd-Amerika-Motiv und sie ist „fresh to market“. Das Los 28 hat auch ein Cloisonné-Blatt, mit der gesamten Weltkarte. Das aktuelle Modell beweist, wie stark sich Patek Philippe der Pflege von Handwerk und Tradition verpflichtet fühlt. Die im Vergleich hohe Bewertung der Agassiz-Taschenuhr aus Los 24 erklärt sich damit, dass sie einst Charles de Gaulle gehörte.

Schein und Sein
Die „Tiffany Nautilus“ aus dem Christie’s Los 160 ist eine Studie zur Ergonomie der typischen Luxus-Wertkurve – On Steroids! Das Modell wurde 2021 zum 170. Jubiläum der Geschäftsbeziehung von Patek und Tiffany in einer Serie von 170 Stück mit türkisen Zifferblättern hergestellt. Die Uhr wurde bei Tiffany-Botschafter Jay-Z und bei Schauspieler Leonardo di Caprio gespottet, danach lief sie heiß. Der Preis, mit diesen Stilikonen auf Augenhöhe zu geraten, lag in Christie’s November-Auktion desselben Jahres noch bei 3,2 Mio. Schweizer Franken (Los 34). Im Mai 2023 ging das Modell noch für 2,2 Mio. Franken (Los 84) und im aktuellen Sale liegt die Taxe bei 0,8 – 1,4 Mio. Franken und die müssen erst noch erzielt werden.
Nimmt der Reiz der Exklusivität ab, verfällt der Wert noch schneller. Fairerweise muss man sagen, dass der Zeitpunkt zum Kauf einer 5711 womöglich nicht mehr günstiger wird (Los 51).
Los 225 ist eine Vintage-Nautilus Referenz 3700/1G in Weißgold mit dem Wappen des Oman, die bisher noch nicht aufgetaucht war.

Kontinuität und Innovation
Automatische Daytonas werden seit fast 40 Jahren hergestellt und sind längst für sich Klassiker. Frühe Exemplare mit modifizierten Zenith-El-Primero-Uhrwerken („R-„, und „L-Series“) sind besonders beliebt. Der Grund ist, dass Rolex damals, während der Einführung neuer Modelle noch mit der Ausstattung experimentierte. Während der Entwicklungsphase wurden von den Lieferanten, in diesem Fall Singer, verschiedene Zifferblatt-Varianten präsentiert. Die engste Wahl ging in die Vorserie, bevor die letzte Entscheidung fiel. Nach der Einführung kamen aber immer noch Änderungen an der Grafik und den Fertigungsprozessen vor.
Unklar ist, ob Rolex je Konsumenten dazu befragen musste. Auf jeden Fall gibt es Beispiele der meisten, bisher entdeckten Varianten zu ersteigern. Das Phillips-Los 114 ist ein Prototyp, der noch an die letzten Daytonas mit Handaufzug erinnert. Ein ähnliches, vielleicht noch attraktiveres Exemplar erzielte im November letzten Jahres bei Phillips 203.000 CHF (Los 33).

Bei der ersten Auflage der Modelle 16520/16528 („R-Series“) war das Wort „Cosmograph“ vom oberen Grafik-Block durch eine Leerzeile getrennt („Floating“). Warum „Cosmograph“ hervorgehoben wurde, weiß man nicht, zumal das Modell schon damals als „Daytona“ besser bekannt war. „Cosmograph Daytona“ ist aber auch schwierig, da die Rennstrecke ja in Florida und nicht im All ist.
Die „Floating“-Grafik ist auf weißen Blättern besonders wertvoll, wenn vor dem Druck zur Versiegelung mehrfach lackiert und poliert wurde („Porcelain“, Los 165). Bei schwarzen Zifferblättern (Los 60) kommt der schöne, plastische Eindruck nicht so stark zur Geltung, weil der Schatten der Buchstaben vom Hintergrund geschluckt wird. Der Grund für die „Floating“-Leerzeile scheint nicht Kommunikation, sondern Design gewesen zu sein.
Als nächstes kam der „4-Liner“ (Lose 166), bei dem der Kompaktheit von „nur“ vier Zeilen temporär die „offizielle Zertifizierung“ geopfert wurde, die allerdings dem „superlativen“ Präzisionsversprechen zusätzliche Glaubwürdigkeit verleihen soll. Diese Dials rangieren in der Hackordnung unterhalb vom „Porcelain-Floating“, weil fast alle „4-Liner“ nur noch einfach versiegelt waren.

Am Ende entschied man sich für einen massiven Grafik-Block mit 5 Linien ohne Leerzeile, dann änderte sich wenig. Auch kleine Abweichungen werden deshalb von Händlern auf der Suche nach Verkaufsargumenten dankbar aufgegriffen und betitelt. Von Auflage zu Auflage veränderte sich der Schrifttyp einzelner Elemente marginal, der Gesamtlook blieb aber gleich. So glaubte man bisher, die größte Änderung seit dem „4-Liner“ sei die Abschaffung der „Inverted 6″ gewesen.
Das Phillips-Team hat aber herausgefunden, dass sich der „Cosmograph“-Schrifttyp der ersten 5-zeiligen Grafiken durch ausgeprägte Serifen („High Serif“) vom „4-Liner“ (Los 191) unterscheidet – und wieder wie beim „Floating“ aussieht.

Im Sotheby’s Katalog (Los 67) findet sich eine Zenith-Daytona aus Stahl mit Brillant-Stundenzeichen. Die Grafik ist gleich der des seinerzeitigen Modells in Gelbgold aber die Diamanten sind in Weißgold gefasst. Um die Einzigartigkeit des Blattes würdigen zu können, muss man die Graphik- und Modell-Evolution abgespeichert haben, denn damals gab es noch keine Daytonas in Weißgold mit Brillant-Blatt zu kaufen. Immerhin hält sich die für diese Übertragungsleistung geschätzte Prämie in Grenzen. Die Uhr stammt von einem ehemaligen Rolex-Mitarbeiter und ist glaubwürdig.
Audacious Cartiers
Während meines Studiums in den 1980ern waren Rolex und Cartier gleichermaßen häufig gesehene Accessoires bei Style-bewussten Kommilitonen, die es sich leisten konnten. Dass Cartier von dem Wiederaufleben der mechanischen Armbanduhr weniger profitierte als Rolex, mag daran gelegen haben, dass von Cartier mehr Uhren mit Quarzuhrwerk verkauft wurden. In jedem Fall wird die derzeitige Renaissance nicht von den Santos und Panthère-Modellen der „Glamorous 80’s“ getragen, sondern eher vom Markenerbe der Haute Joaillerie. „Crash“, „Baignoire Allongée“ oder „Tank Asymétrique“, die das typisch französische Talent für überraschend treffende Gestaltung auf den Punkt bringen.
Dabei kamen gerade die gewagtesten Designs aus der Londoner Dependance, die zwischen 1902 und 1974 auf der Suche nach kreativem Freiraum und der Nähe zum Königshaus in England aktiv war. Der nachhaltigste Erfolg von Cartier London war sicher die „Crash“, die dort in den späten 1960er Jahren in wenigen Stücken hergestellt wurde. Die zweite Generation wurde zwischen 1974 und 1992 gefertigt, nachdem die eigenständigen Entwicklungsarbeiten in London schon eingestellt waren. Sie trug aber noch die London Hallmarks und Jean-Jacques Cartier Stempel (Christie’s Los 186). Die dritte Generation (Christie’s Los 61 und Phillips 154), ab 1992 trug dann den Namen Cartier Paris auf dem Zifferblatt.
Beispiele der ersten Generation sind super selten, Exemplare der 2. Generation sind sehr selten und die 3. Generation wird immer noch auf 150-300.000 Euro geschätzt. Dabei hinterlassen die Modellreihen 1 und 3 zumindest optisch einen wertigeren Eindruck als die Zweite, die aber die höchste Bewertung aller diesmal katalogisierten „Crash“-Modelle erhält (est. 500.000-1 Mio. CH).

Haute Joaillerie der Horlogerie
Cartier begeisterte schon immer mehr Frauen als Männer. Vielleicht ist der derzeitige Aufschwung auch ein Zeichen, dass Vintage-Uhren-Fans nicht immer Männer sein müssen. Wenn Vintage Haute Couture auf den „Red Carpet“ passt, dann passt auch Vintage Haute Joaillerie dahin. Hersteller wie Piaget standen schon immer mehr für Schmuck als für Uhren.
Bei Patek Philippe und bei Rolex ist es definitiv umgekehrt. Trotzdem finden sich auf Auktionen mehr und mehr aufregende Designer-Lose wieder. Die Glaubwürdigkeit für Schmuck ergibt sich für Genfer Uhrenhäuser aus der Jahrhunderte alten Zusammenarbeit zwischen Uhrmachern und Goldschmieden. Noch vor den Uhren stand die Stadt bereits für Schmuck.

F.P. Journe, The Man
Wichtigster Wachstumsmotor waren zuletzt unabhängige Uhrmacher und allen voran François Paul Journe. Keine anderen Lose haben im Durchschnitt höhere Preise erzielt oder öfter die obere Taxierung übertroffen.
Der „Tourbillon a Remontoir Egalité“ (PH Lose 63, 208, CH Los 14) wird von vielen als Keimzelle des Erfolgs gesehen. Das Modell kam zuerst und wurde über die Zeit entwickelt, so dass frühe Exemplare und limitierte Stücke immer für hohe Gebote sorgen. Neben dem Tourbillon, den F.P. Journe mit seinem Namen verbinden konnte, indem er den „Constant-Force“-Mechanismus addierte, ist der „Chronomètre A Resonance“ mit zwei Uhrwerken, deren Schwingungen sich gegenseitig angleichen die zweite Säule des Ruhms (Phillips Los 149).
Nach den bedeutenden Erfindungen schaffte Journe mit dem „Octa“ ein hochwertiges automatisches Basiskaliber, auf dem später weitere Komplikationen aufgebaut wurden. Die „Octa Reserve de Marche“ war das erste Modell. Was langweilig klingt, ist spannend, weil es bei Einführung kein anderes automatisches Werk mit 120 Stunden Gangreserve gab. Lange Gangreserven sind Voraussetzung für einen präzisen Gang (Phillips Los 205).

Independents, Tradition ohne Reaktion
Der Name Greubel Forsey (Phillips Lose 65, 184) wird vielleicht noch mehr mit dem Tourbillon verbunden als Journe. Los 65 ist ein Gemeinschaftsprojekt mit Philippe Dufour, bei dem ein einziger Uhrmacher 7 Jahre lang trainiert wurde, alle Teile selbst zu fertigen, wie einst die Gründer der Genfer Uhrmacher-Zunft im 16. Jahrhundert. Die einzigartige Uhr ist ein Prototyp im ebenfalls handgefertigten Stahlgehäuse, den der Pariser Uhrmacher Michel Boulanger auch selbst zusammenbaute. Die folgenden 10 Stücke dieser limitierten Serie werden vom Werkstatt-Team montiert.
Rexhep Rexhepi gilt aktuell als Wunderkind unter den Boutique-Uhrmachern, obwohl sein Lebenslauf von Anfang an Zielstrebigkeit erkennen ließ. Schon mit 14 lernte er bei Patek Philippe, arbeitete später bei Renaud & Papi und zuletzt bei F.P. Journe, bevor er sich 2012 mit Akrivia selbständig machte. Auktionslose sind selten und die aktuelle Produktion ist lange ausverkauft. Die Uhren des Meister-Uhrmachers besitzen ein Design, das die Mechanik in den Vordergrund stellt und sind perfekt verarbeitet. Die angebotene AK-06 aus 2017 ist eins von 25 Stück in Stahl und kommt mit einem frischen Hersteller-Service. Die Sekunde kann unabhängig auf Null gesetzt werden, um die Zeit genau zu stellen.
Das Los 100 ist ein Prototyp des Uhrmachers Bernhard Lederer, der konsequent auf das Zifferblatt verzichtet. Anstatt der Technik ein schönes Gesicht zu geben, wird die Technik zum Gesicht der Uhr. Das Los zeigt die fast poetische Dimension moderner Uhrmacherkunst. Ganz wurde das Konzept nicht durchgehalten, denn ausgerechnet die Sekunde wandert auf die Rückseite der Uhr, die interessanterweise kunstvoll gefräst ist. Neben einmaliger Ästhetik wird ein Top-Chronometer-Uhrwerk mit doppeltem Federhaus, zwei Gangreglern und einem Constant-Force-Mechanismus, ähnlich dem von Journe geboten.

Vintage Audemars Piguet für das Handgelenk
Neben den beschriebenen Losen unabhängiger Uhrmacher finden sich noch weitere interessante Kreationen in den Katalogen. Es gibt aber auch einige Vintage-Uhren, die nur selten auf dem Markt auftauchen. Dass Patek Philippe Komplikationen aus der Westentasche an das Handgelenk gebracht hat, wird bei Suchen nach komplizierten Vintage-Audemars oder Vacherons-Armbanduhren mühelos belegt. Tauchen sie gelegentlich doch auf, ist das ein Big Deal.
Phillips Los 26 ist ein Audemars-Piguet-Chronograph mit einfachem Kalender („Triple Date“) und Mondphasenanzeige aus dem Jahr 1942. Nur 5 sind bekannt. Zum Vergleich hat Patek Philippe zwischen 1941 und ca. 1954 280 Exemplare des Chronographen Modells 1518 mit ewigem Kalender und Mondphase hergestellt. Die große Seltenheit bringt der Audemars eine Taxierung ein, die nicht weit von den Auktionsergebnissen der technisch anspruchsvolleren Pateks entfernt liegt.
Los 59 bei Christie’s ist ein vielleicht einzigartiger „einfacher“ Audemars-Piguet-Chronograph in Platin aus dem Jahr 1937. Vintage-Chronographen von Audemars erzielen regelmäßig Spitzenpreise. Fast immer sind es dann Valjoux-basierte Mechaniken, wie beim Phillips Los 26 auch. Der von Christie’s angebotene Chronograph (Los 59) entstand dagegen mit einem seltenen Rohwerk von Le Coultre, das der Uhr allein zu historischer Bedeutung verhilft. Die Uhrwerke beider Vintage-Audemars-Piguets tragen unverkennbar die Handschrift der Haute Horlogerie.

Seltene Breguets
Breguets aus der Mitte des 20. Jahrhunderts sind ähnlich selten wie Audemars oder Vacherons, sind aber technisch nicht vergleichbar. Die Marke wurde im 20. Jahrhundert lange als reiner Etablisseur betrieben und die Rohwerke wurden nicht verfeinert, wie bei den Patek, Audemars oder Vacheron. Breguet-Armbanduhren vor den 1980er Jahren verdanken ihre verhältnismäßig hohen Bewertungen dem Namen und ihrer Seltenheit.
Sotheby’s Los 83 ist ein Breguet Chronograph mit Triple-Date und Valjoux 13“’/ 88 Ebauche. Ähnliche Stücke haben in der Vergangenheit schon sechsstellige Beträge erzielt.
Phillips Los 90 ist ein noch seltenerer Triple-Date-Kalender ohne Chronographen-Funktion in fairem Zustand. Beide Breguets stammen aus den 1960er Jahren.

Klassische Uhren-Auktionen 2026: Wer nicht wagt….
Das Happy End sind bei mir drei Rolex-Vintage-Lose. Alle drei sind Kalender-Chronographen mit Triple-Date auf der Basis des Valjoux-Rohwerks 13“’VHZ/ 72C. Los 18 bei Phillips ist ein sehr seltenes Modell 4767, das in der 2. Hälfte der 1940er Jahre in kleiner Stückzahl produziert wurde. Normalerweise ist es schwierig für solche Uhren CHF 30.000 zu erzielen, aber die Phillips-Uhr ist in einem unglaublich guten Zustand und wurde bei ihrem letzten Erscheinen vor 2 Jahren für insgesamt 140.000 verkauft. Ein interessanter Beweis für die Bedeutung des Zustandes bei der Bewertung von Vintage-Uhren.
Beliebter sind diese Uhrwerke, wenn sie in Rolex-typischen Oyster-Gehäusen ticken, wie bei Phillips Los 188 und beim Sotheby’s Los 84. Die Phillips Oyster ist eine 6036, die letzte Generation, die auch in Goldgehäusen geliefert wurde. Auch dieses Los ist in einem nahezu neuwertigen Zustand. Die Sotheby’s-Uhr ist eine Referenz 6236 und damit Vertreter der letzten Generation von Chronographen mit Triple-Date-Calendar bei Rolex. Sie stammt aus dem Jahr 1958 und ist in einem altersgemäß guten Zustand. Ihre Bewertung liegt bei unter 10% der Phillips-Oyster und ist damit definitiv zu niedrig. Es wurden schon schlechtere Exemplare für über 100.000 Franken verkauft!

Ich bin noch nicht sicher, ob ich die Reise nach Genf antrete. Eigentlich ist allein der Patek World Timer die Reise wert und es finden sich noch viele interessante Lose mehr, für die im Moment ein „Käufermarkt“ herrscht. Viel Spaß beim Bieten bei den klassischen Vintage-Uhren-Auktionen in Genf im Frühjahr 2026 – denn das geht auch von zu Haus!
Ihr
Dr. Oliver Knop






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