Manero Tourbillon Double Peripheral
In der Schwebe

Basel Backstage: Neben dem Außenrotor ist auch der Tourbillon beim neuen Chronometer von Carl F. Bucherer peripher gelagert. Es scheint, als würde der Käfig bei 12 Uhr im Zifferblatt schweben …

In der Schwebe

2005 traf Carl F. Bucherer die weit reichende Entscheidung zur Entwicklung eines eigenen Manufakturkalibers. Das Konzept des CFB A 1000 beinhaltete eine völlig andersartige Ausgestaltung des Selbstaufzugs durch eine peripher rotierende Schwungmasse. Die patentierte Rotorlagerung erfolgt mit Hilfe von DLC (diamond like carbon)-beschichtete Rollen. Ausgeklügelte Federarme bewirken ihre exakte Positionierung. Hinzu gesellt sich ferner eine dynamische Stoßsicherung, welche quasi in allen Lebenslagen wirkt.

2008 lancierte das in Luzern beheimatete Familienunternehmen die hauseigene Mechanik. Den im Laufe der folgenden Jahre unterschiedlichen Uhrenmodellen ist der aus dem spezifischen Rotoraufzug resultierende Name „Peripheral“ gemein. Sozusagen einen Komparativ verkörpert die neueste Kreation, vorgestellt auf der Baselworld 2018, in der das wiederum selbst entwickelte Kaliber CFB T3000 tickt.

Ein Novum in der Tourbillon-Geschichte

Bei diesem tickenden Mikrokosmos treibt Carl F. Bucherer das periphere System auf die Spitze. Und zwar durch ein – gemäß gegenwärtigem Kenntnisstand – einzigartigen Tourbillon. Einen peripher, also außen gelagerten Käfig hat es schließlich in der mehr als zwei Jahrhunderte langen Tourbillon-Geschichte nämlich noch nicht gegeben. Bekannt sind konventionell, sprich hinten und vorne gelagerte Drehgestelle. Solches ist auch bei Carl F. Bucherer zu haben. Die in den 1920-er Jahren vorgestellte Alternative ist das „fliegend“, sprich nur rückwärtig gelagerte Tourbillon.

Beim Kaliber CFB T3000 beschreitet die Manufaktur eine Art Mittelweg. Durch die seitliche Lagerung scheint der Drehgang im Uhrwerk zu schweben. Er ist also von beiden Gehäuseseiten gleichermaßen gut wahrnehmbar. Möglich machen es drei peripher angeordnete Keramikkugellager. Sie halten den filigranen Käfig sicher und ermöglichen ausgesprochen reibungsarme Rotationen zum Ausgleich der schwerkraftbedingten Fehler.

65 Stunden Gangautonomie

Neuzeit repräsentieren auch Anker und Ankerrad. Sie bestehen aus Silizium, arbeiten wegen der glatten Oberfläche nahezu reibungsfrei und leisten auf diese Weise einen wesentlichen Beitrag zu den mindestens 65 Stunden Gangautonomie. Bester Beweis für einwandfreie Funktion und präzisen Gang ist das offizielle COSC-Chronometerzeugnis, welches jedes „Manero Tourbillon Double Peripheral“ begleitet. Weil die Prüfung zwingend nach einem Sekundenzeiger verlangt, ist der Käfig des Minutentourbillons entsprechend gestaltet. Erhältlich ist die Innovation mit einem 43 Millimeter großen, bis drei Bar wasserdichten Gehäuse aus Roségold.

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