Interview mit einer Panerai Luminor
Ich bin nicht dafür gemacht, am Arm eines Spargeltarzans durchs Leben zu schlurfen

Manche Uhren zeigen die Zeit. Andere brauchen einen starken Arm und einen Träger mit Gespür für Stil. Unser Interview mit einer Panerai Luminor bringt Licht ins Dunkel, lässt uns die Mission ahnen und den Flair von Portofino schnuppern.

Ich bin nicht dafür gemacht, am Arm eines Spargeltarzans durchs Leben zu schlurfen

Wo möchten Sie leben?
Sie meinen, wo lebt man richtig? Natürlich in Portofino. Licht, Luft, Meer, Espresso. Das ist der einzig wahre „stile di vita“.

Das klingt gut. Ist dieser Flair das Geheimnis, warum Sie so viele Frauen und Männer begehren?
Nun, meine Paneristi sind zwar leidenschaftlichere Anhänger als die einer englischen Boy-Group und lieben meinen Stil. Trotzdem ist meine größte Stärke eine andere.

Und die wäre?
Ich bin für das Wasser geboren und unterstütze Taucher seit Jahrzehnten auf ihren gefährlichen Missionen. Entsprechend bin ich groß, robust und markant. Uhrenliebhaber erkennen mich auch sofort an meinem Kronen-Schließbügel. Er schützt im geschlossenen Zustand zuverlässig vor eindringendem Wasser.

Die Nähe zum Wasser erklärt auch Ihre markante Größte und das leuchtende Zifferblatt?
Schauen Sie. Am Arm eines Kampftauchers in diesigen 20 m Meerestiefe geht es um gute Ablesbarkeit, einwandfreies Funktionieren und Robustheit, nicht um einen Schönheitspreis in Filigran.

Verstanden. Sie stehen also auf echte Männer?
Umgekehrt. Echte Kerle stehen oft auf mich.

Haben Sie da jemanden konkret vor Augen?
Sylvester Stallone. Da ist mein Mann. Er hat mich damals vor vielen Jahren gesehen, vom Fleck weg gekauft und getragen. Es waren außerdem noch ein paar andere unscheinbare Typen in seinem Freundeskreis. Ich glaube, der eine hieß Arnold. Da hat er für die gleich 100 Stück nachbestellt.

Ihr Vorzüge überzeugen also. Sind Sie somit fehlerlos?
Ach was. Ich musste mich auch entwickeln. In ganz jungen Jahren, hat man mir und einigen Geschwistern sogar mit ein paar Rolex-Werken Starthilfe gegeben. Das war später nicht mehr notwendig. Spätestens mit unserer neuen Manufaktur liefern wir Top Werke und gute Technik.

Ihre Träger schätzen die Technik, das stimmt. Aber so richtig begeistert sind Sie von Ihrem Stil. Woran liegt das?
Das macht die Wirkung. Mit mir am Arm machen Sie im Straßencafé eben eine „bella figura“.

Sie kleiner Held, verraten Sie uns lieber einmal Ihre größte Schwäche?
Schwäche? Ich verrate Ihnen etwas anderes. Für den einen oder anderen komme ich wohl etwas markant und muskulös daher. Sei es drum. Ich bin eben nicht dafür gemacht, am Arm eines Spargeltarzans durchs Leben zu schlurfen.

Weil Sie für echte Männer und das Meer gemacht sind. Das sagten Sie schon. Sind Boote somit auch Ihr Lieblings-Fortbewegungsmittel?
Das hängt vom Element ab. Also auf dem Wasser bin ich ganz gern auf einem schnittigen Segelboot oder Speed-Boot unterwegs. Das macht gute Laune. Aber auch auf dem Trockenen bin ich gerne zügig unterwegs. Das gibt es diese kleine italienische Automarke mit dem Dreizack im Kühler. Ich finde, die stehen mir.

Dreizack? Also Maserati? Sie führen ja ein ziemlich aufregendes Leben. Müssen wir uns um Ihre Zukunft Sorgen machen?Nein, warum auch. Ich werde auf der ganzen Welt geliebt, habe eine große, starke Familie und mein Stil gefällt. Warum also Sorgen machen?

Sie verzeihen, aber hier müssen wir nachfassen. Auch Ihnen wird einmal die letzte Stunden schlagen. Was werden Ihre Worte sein?
Mir geht es ausgezeichnet. Wenn es aber mal dazu kommt, halte ich mich an die Worte von Sylvesters gutem Freund Arnold. Wie sagte dieser so schön: Hasta la vista, Baby!

Wir danken für dieses Gespräch. 

Über den Autor

Wolfgang Winter

Uhrenkosmos Partner und Autor.

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