2018 hat Hublot zum vierten Mal den "Hublot Design Prize" verliehen. Hier sind die Gewinner.
Hublot liebt Design

Mit insgesamt 100.000 Schweizerfranken Preisgeld ist der „Hublot Design Prize“ ausgesprochen attraktiv. 2018 hat idie sechsköpfige Jury den Gestaltungs-Award an Dozie Kanu und Formafantasma vergeben.

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Hublot Design Prize 2018 - Gewinner, Mitglieder Jury und Philippe Tardivel von Hublot

Wenn ein Ereignis vier Mal hintereinander stattfindet, kann man durchaus von einer Tradition sprechen. Beim „Hublot Design Prize“ ist das 2018 der Fall. Die Idee geht zurück auf das Jahr 2015, als die markante, vom Schweizer Designer Mijat gestaltete Uhrenlinie „Big Bang“ ihr zehntes Jubiläum zelebrierte. Geboren von Jean-Claude Biver, der dem Hublot-Verwaltungsrat als Präsident vorsteht, Marken-CEO Ricardo Guadalupe und Pierre Keller, ehemaliger Direktor der Kunst und Design Universität Lausanne (ECAL) sowie Verwaltungsratspräsident des Zentrums für Zeitgenössische Kunst in Genf (CAC) zielt sie darauf, jungen Designerinnen und Designern aus aller Welt ein attraktives Forum zu bieten. In Würdigung des nachhaltig erfolgreich tickenden Uhr-Knalls spendiert die Manufaktur aus Nyon bei Genf ein beachtliches Preisgeld in Höhe von 100.000 Schweizerfranken aus.

Der Hublot Design Prize möchte die Arbeit vielversprechender Designer aus der ganzen Welt fördern. Er will neuartigen und außergewöhnlichen experimentelle Projekten Geltung verschaffen, die innovative Materialien und Techniken und neue Technologien veranschaulichen. Und vor allem ein Design unterstützen, das Botschaften vermittelt, das Teil eines sozialen und ökologischen Ansatzes ist. Wenn kreatives Schaffen einen Sinn hat und einen Mehrwert bietet.

Ricardo Guadalupe

CEO, Hublot

Bewerben können sich die Kandidaten übrigens nicht selber. Infolge der hohen ausgelobten Summe würde die Fülle eingehender Arbeiten das Uhr-Unternehmen, dem die Organisationsarbeit obliegt, und die Jury schlichtweg überfordern. Daher kommen beim Wettbewerb nur eingeladene Aspiranten zum Zuge. Apropos Jury. Neben Pierre Keller, der dem Gremium als Präsident vorsteht, gehörten ihm 2018 an:

Ronan Bouroullec,

gebürtiger Bretone, einer der vielversprechendsten Industriedesigner Frankreichs

Lapo Elkann,

Gründer und Art Director der Italia Independent Group und von Garage Italia. Designer, Schöpfer und Stilikone, seit 2015 mit Italia Independent Partner von Hublot.

Hans Ulrich Obrist,

einflussreicher Kurator, Kritiker und Kunsthistoriker. Die Persönlichkeit aus dem Bereich zeitgenössischer Kunst gehört gegenwärtig zum Leitungskreis der Ausstellungen in der bekannten Londoner Serpentine Gallery.

Libby Sellers,

Design-Historikerin, Beraterin, Konservatorin und Schriftstellerin

Marva Griffin Wilshire,

Gründerin und Kuratorin des „Salone Satellite“, ferner internationale Pressechefin der Mailänder Möbelmesse mit einer Abteilung, welche jungen Designern unter 35 vorbehalten ist,

Nach intensiven Befragungen und Erörterungen erwählten die sechs Jury-Mitglieder insgesamt sieben Finalisten aus den von ihnen selbst vorgeschlagenen Anwärtern. Aus diesem Kreis erkor die Jury 2018 zwei Sieger, die mit jeweils einem Scheck in Höhe von 50.000 Schweizerfranken nach Hause reisen konnten:

Der 1993 in Houston, Texas, geborene Dozie Kanu verwendet gegensätzliche Materialien, um Unterschiede in Einklang zu bringen. Er absolvierte die School of Visual Arts in New York und lebt gegenwärtig in Lissabon. Das Markenzeichen seiner Kreationen ist die Gegenüberstellung von Materialien und die Vereinigung von Gegensätzen.

Kanus Ziel besteht darin, Objekten eine spezielle Energie zu verleihen, welche eine Botschaft transportiert. In diesem Sinne bringen seine funktionalen Möbel mit plastischen Linien deutliche Street-Art-Einflüsse zum Ausdruck.

 

Ein überzeugendes Design bietet das in Amsterdam beheimatete „Studio Formafantasma“ von Andrea Trimarchi (Jahrgang 1983) und Simone Farresin (Jahrgang 1980). Das Duo hat einen Abschluss der Design-Akademie Eindhoven. Nicht ohne Grund nennt man es „Visionäre des Designs der Zukunft“. Kennzeichen sind pausenlose Experimente mit neuen Materialien, inspiriert von Traditionen und lokaler Kultur. Die Intention besteht im Bauen einer Brücke zwischen Kunsthandwerk und Industrie, zwischen Objekt und Konsument. Dabei geht es auch um Bedeutung gestalterischer Objekte als kulturelle und soziale Vehikel.

Über den Autor

Gisbert L. Brunner

Uhrensammler seit 1964 Journalistische Tätigkeit in Sachen Uhren seit 1981 Autor und Co-Autor von mehr als 30 Büchern über Armbanduhren und namhafte Uhrenmarken

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