Neue Partnerschaft TAG Heuer und BMC Racing
Schweizer Teamwork – BMC Racing und TAG Heuer sind nun connected!

Nach 20 Jahren entdeckt die Unrenmarke TAG Heuer denn Rennsport auf zwei Rädern wieder neu für sich. Erfahrung ist also da und das Engagement in der Formel 1 schadet auch nicht. Das BMC Racing Team trägt gut sichtbar dabei nicht nur das Logo, sondern auch die „Connected“ am Arm. Welche Vorteile bringt das?

Schweizer Teamwork – BMC Racing und TAG Heuer sind nun connected!

Bis eine eigene Uhr kommt, trägt das BMC Team die TAG Heuer Smartwatch "Connected"

Gleich und gleich gesellt sich gern

Zwei Firmen mit je drei Buchstaben und ähnlicher DNA: TAG, in diesem Fall korrekt TAG Heuer als Manufaktur für sportive Uhren und BMC als Pendant für Highend-Fahrräder mit höchst professionellem Anspruch repräsentieren Hochtechnologie, Exklusivität, Avantgarde, Luxus  und nicht zuletzt das begehrte Swiss Made. Kein Wunder, dass der 1860 gegründete Chronographenspezialist und das eidgenössische BMC Radrenn-Team ab 1. Januar 2017 kooperieren. Jean-Claude Biver, 68, verkündete die Partnerschaft am 8. Oktober 2016 anlässlich der UCI Straßen Weltmeisterschaft in Doha, Katar.

Inspiration an der Côte d‘Azur

Gleichzeitig beeendete der charismatische Manufaktur-CEO das Ende der 20-jährigen Abstinenz des von ihm geleiteten Unternehmens im Radrennsport. Und noch etwas ließ Jean-Claude Biver wissen: TAG Heuer wird offizieller Zeitnehmer des BMG Pro Cycling Teams. Die Eingebung zur Zusammenarbeit hatte Jean-Claude Biver, wie er in Doha erklärte, in seinem Haus an der Côte d’Azur.

Als ich im Fernsehen die Tour de France verfolgte, entdeckte ich das Potenzial dieses traditionellen Radrennens. In der Welt des Top-Sports rangiert es nach der Fußball-Weltmeisterschaft und den Olympischen Spielen im Fernsehen an dritter oder vielleicht vierter Stelle. Da musste ich einfach handeln, zumal sich TAG Heuer vor 20 Jahren diesbezüglich ja bereits engagiert hatte.

Jean-Claude Biever

CEO, TAG Heuer

Alte Freunde halten zusammen

Spontan, wie Jean-Claude Biver nun einmal ist, griff er kurzerhand zum Telefon, um seinen alten Freund Andy Rihs, Jahrgang 1942 zu kontaktieren. Den Deutschschweizer kennt man als ehemaligen Eigentümer-Chef des Hörgeräte-Fabrikanten Phonak, der heute Sonova heißt. Außerdem gebietet er über die Velo-Manufaktur BMC. Nachdem sich die beiden seit Jahrzehnten bestens kennen, war der Deal schnell gemacht. „Es war ein Handschlag am Telefon,“ schildert Andy Rihs das gegenseitige Agreement hinsichtlich der künftigen Zusammenarbeit. „Das Schriftliche mit detaillierten Aspekten brauchten wir natürlich auch. Aber das kam später. Auf jeden Fall stand nach unserem Telefonat das Grundsätzliche fest.“ Abgesehen von der persönlichen Freundschaft zu Andy Rihs ist Jean-Claude Biver die Welt extrem leichter und logischer Weise auch entsprechend kostspieliger Rennräder du Mountainbikes keineswegs fremd.

„All Black“ als Uhr, „All Black“ als Rad

Während seiner Zeit als Hublot-CEO kreierte er zusammen mit BMC ein natürlich tiefschwares „All Black“-Fahrrad mit Karbonrahmen. Die limitierte Serie von 30 Exemplaren war innerhalb erstaunlicch kurzer Zeit verkauft. Stückpreis 19.500 Euro. Mit dem rund sieben Kilogram leichten Boliden ist Biver gerne in den Bergen unterwegs. Nicht ohne stolz zeigte er mir auf seinem Laptop die letzte Tour und die von Montreux aus erklommenen Höhenmeter.

„Die Getriebe von Fahrrad und Uhr sind sich durchaus ähnlich.“

Jean-Claude und Andy eint nicht nur die Überzeugung, in der kommenden Saison gemeinsam etwas Großes auf die Beine zu stellen, sondern auch die Auffassung, dass mechanische Uhren und Fahrräder vieles gemeinsam haben. Dazu Biver: „Die Getriebe von Fahrrad und Uhr sind sich durchaus ähnlich. Und an der Entwicklung zahlreicher Velos aus früheren Zeiten waren Uhrmacher beteiligt.“ Andy Rihs, der laut eigenem Bekunden jedes Jahr rund 20 Millionen Schweizer Franken in das BMC Racing Team investiert, freut sich logischer Weise über die aus alter Freundschaft erwachsene Partnerschaft.

BMC und TAG Heuer teilen Schweizer Passion und Präzision. Beide Marken fühlen sich der Exzellenz verpflichtet.

Andy Rihs

Eigentümer, BMC

Das 2017-er Trikot der Radprofis war zur Ankündigung des Miteinander im Rahmen der UCI Weltmeisterschaft in Katar auch bereits fertig. Jean-Claude Biver hatte es sich nicht nehmen lassen, das TAG Heuer Logo höchstpersönlich auf den Oberarmen prominent in Szene zu setzen. „Natürlich auf weißem Grund, damit man es während der Rennen auch richtig gut sieht.“

Team und Fahrer sind „Connected“

Eine eigene Uhr gibt es derzeit noch nicht.  Andy Rihs, Jim Ochowicz, Präsident und Geschäftsführer des BMC Racing Teams sowie die Fahrer Tom Bohli (Schweiz), Rohan Dennis (Australien), Stefan Küng (Schweiz), Daniel Oss (Italien), Manuel Quinziato (Italien), Taylor Phinney (USA), und Joey Rosskopf (USA) tragen eine TAG Heuer Connected. „Intel“, so Jean-Claude Biver, wird eine spezielle App entwickeln, welche de Kommunikation zwischen den Fahrern, der Teamleitung und irgendwann auch der Öffentlichkeit auf einen Level hebt. Bis alles Wünschenwerte Realität wird, vergeht jedoch noch einige Zeit. Smartphones, welche die Uhren zur Datenübermittlung benötigen, dürfen die Radler derzeit nämlich nicht bei sich haben.

#dontcrackunderpressure

Jim Ochowicz unterstrich, dass der einprägsame TAG Heuer Spogan „Don’t crack under pressure“ vorzüglich zum Hochleistungs-Radsport passt. Außerdem ist

Zeit das Herz jedes Rennens, egal ob es um ein Rennen gegen die Uhr geht oder um eine große, dreiwöchige Tour. Das Ziel besteht immer darin, die Schnellsten zun sein.

Jim Ochowicz

Präsident und Geschäftsführer, BMC Racing Team

Ohne Doping, dafür mit TAG Heuer aufs oberste Treppchen

Auf die Doping-Problematik angesprochen, welche 2006 zur Auflösung des Phonak-Teams führte, entgegnet Andy Rihs cool, dass das heute kein Thema mehr sei. „Die Doping-Kontrollen sind strenger als jemals zuvor. Sie sind durchgängig und lassen den Fahrern absolut keine Chance mehr.“  Dem konnte Jean-Claude Biver im Gespräch am Ende nur zustimmen. Beim Mannschaftsfahren am 9. Oktober in Doha landete das BMC-Team nur auf dem zweiten Platz.  Kommentar von Jean-Claude Biver: „Es kann immer nur einer gewinnen. Aber TAG-Heuer ist ja auch noch nicht mit von der Partie.“

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