De Gustibus non est - oder etwa doch?
Das Tschernobyl des Stils

Welche Uhr passt wirklich zu mir? Manch Zeitgenosse scheint keine rechte Antwort darauf zu finden. Die Folge: eine Kernschmelze des guten Geschmacks und missglückte Kombinationen von Uhr zu Auftreten. Zum Glück wissen wir – schlechten Geschmack haben immer nur die anderen!

Das Tschernobyl des Stils

Schöne Uhren sind wunderbare Begleiter. Sie zeigen nämlich nicht nur die Zeit an, sondern zeugen auch von Erfolg, von Kreativität und mitunter einem reichen Patenonkel. Ob cool oder sportlich, ob elegant oder würdevoll – Uhren weisen ihrem Träger stets gewisse Eigenschaften zu. Ob zurecht oder nicht, sei mal dahingestellt.

Doch was die Uhr auch auf konnotativer Ebene über ihren Besitzer aussagen mag. Ihre Optik zumindest steht in direkter Verbindung mit dem Stil wie der Hand ihres Trägers. Ob groß oder klein, jung oder alt, muskulös oder weich, wie rau oder zartgliedrig auch immer: Die Hand ist der Konterpart der Uhr, der treue Sidekick, der Partner in Crime.

Entsprechend lohnt sich vor dem Kauf ein kurzes Innehalten: Passt diese imposante Bronze-Fliegeruhr in 46 Millimeter Größe tatsächlich zur Hand des zarten Jünglings? Oder harmoniert das filigrane 39 Millimeter Kaliber mit dem schlichtem Emailzifferblatt, gebläuten Zeigern und zurückhaltendem Weißgold wirklich mit der kräftig behaarten Pranke seines durchtätowierten Trägerarms? Kontraste bereichern, aber soll die Uhr nicht als Fremdkörper wahrgenommen werden, hätten wir ein paar gutgemeinte Denkanstösse.

Welche Uhr passt zu mir ist von zentraler Natur und verdient eine angemessene Antwort. Wir empfehlen ein stichpunktartiges Auflisten von Persönlichkeitsmerkmalen, Körperbau, persönlichem Kleidungsstil, Auftreten und Manieren.
Gleiches gilt für die Marke und das Modell. Elegant oder Rustikal? Sportlich oder sehr klassisch? Konservativ oder eher modern? Männlich dominant oder zurückhaltend in der Form? Laut oder leise? Sie finden sicher noch einige Kriterien mehr.
Wichtig ist jedoch, sich über  das „Spektrogramm“ Gedanken zu machen und dann mit Sinn und Verstand auszuwählen.
Und wenn wir Ihnen einen Vorschlag machen dürfen – eine Uhr im Wert von 1-2 Monatsgehältern ist durchaus angemessen.
Weniger haben Sie einfach nicht verdient.

PS. Auch der Pflegezustand der Hände korreliert mit der Uhr des Trägers. Eine alte Uhrmacherweisheit sagt:
Weiße Zifferblätter vertragen sich nur schlecht mit schwarzen Fingernägeln. Gleiches gilt für schwarze Zifferblätter und ungepflegte Fingernägel. Und graue Zifferblätter sowie blaue Zifferblätter. Wie Zifferblätter von schönen Uhren allgemein.
Wenn Sie verstehen, was ich meine.

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