Lagen

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Bei der Regulierung einer Uhr spielen die Lagen – also die Positionen, in denen dies geschieht – eine ganz erhebliche Rolle.

Während Taschenuhren normalerweise hängen (Krone oben) oder liegen (Zifferblatt oben), werden Armbanduhren kontinuierlich bewegt und in unterschiedliche Positionen gebracht. Die Lagen “Zifferblatt unten” oder “Krone unten” oder “Krone rechts” sind bei Armbanduhren gängige Praxis.

Präzisionsuhren werden daher in fünf verschiedenen Lagen – “Krone links”, “Krone oben”, “Krone unten”, “Zifferblatt oben” und “Zifferblatt unten” – reguliert. Handelt es sich um einen “Chronometer”, muss die Ganggenauigkeit durch eine mehrtägige Kontrolle bei einer offiziellen Uhren-Prüfstelle (COSC) getestet werden.

In den fünf Lagen muss der mittlere tägliche Gang zwischen -4 und + 6 Sekunden liegen. Die mittlere tägliche Gangabweichung darf 2 Sekunden, die größte Gangabweichung 5 Sekunden  nicht überschreiten. Alle Uhren werden bei Temperaturen von 20,4 und 36°C geprüft. Erst nach dem Bestehen der anspruchsvollen Chronometerprüfung wird ein entsprechendes Zertifikat ausgestellt.

Durch die Kontrolle in verschiedenen Lagen lässt sich feststellen, ob der Schwerpunkt der Unruh außerhalb des Zentrums der Unruhwelle liegt und ob eine Veränderung der Lagen den Gang beeinflusst.

Speziell durch eine Unwucht der Unruh samt ihrer Spirale entstehen die sogenannten Lagenfehler, die Manufakturen bei ihren Präzisionsuhren vermeiden wollen.