Karussell

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Eine einfache Drehganguhr nennt man Karussell.

Karussell Blancpain

Karussell von Blancpain.

Die Konstruktion geht auf den dänischen Uhrmacher Bahne Bonniksen zurück. 1894 entwickelte Bonniksen diese als Ersatz für das schwieriger herzustellende und deswegen auch deutlich kostspieligere Tourbillon, dessen Drehzahl in der Regel 1/Minute beträgt. Das Schwing- und Hemmungssystem des Karussells beschreibt dagegen im Laufe einer Stunde einen Kreisbogen von 360 Grad.

Neben der Rotationsgeschwindigkeit besteht der wesentliche Unterschied zwischen Tourbillon und Karussell im Antrieb des Drehgestells. Beim Tourbillon erfolgt derselbe über das Sekundenrad. Die Rotationen des Käfigs sind hierbei unverzichtbar für das Hin- und Herschwingen der Unruh und damit die Funktion des ganzen Werks sind. Ruht das Tourbillon, steht das ganze Uhrwerk. Beim Karussell wird das Drehgestell in der Regel vom Kleinbodenrad angetrieben. Daher läuft die Uhr weiter, selbst wenn das meist als Platine ausgeführte Drehgestell in seiner Position verharrt.

Karussells für das Handgelenk gibt es seit 2001, etwa von Blancpain, Ulysse Nardin oder Swatch.