Gyromax-Unruh

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Die Gyromax-Unruh ist eine von Patek Philippe entwickelte Unruh mit größerem Radius, die eine bessere Gangleistung aufwies als herkömmliche Unruhn.

Zu Beginn der 50er Jahre hatten die Uhrmacher bei Patek Philippe eine bahnbrechende Erkenntnis: Die Eliminierung der radial eingesetzten Masse- und Regulierschrauben bei den neuen Glucydur-Unruhn würde zu einer Vergrößerung des Radius führen. Damit würde sich auch der Trägheitsmoment erhöhen, und das bei annähernd gleichem Gewicht. Die Folge: Eine bessere Gangleistung.

 

Doppelt gebaut hält besser: Schwanenhalsregulierung und Gyromax-Unruh im Manufaktur-Handaufzugskaliber 23-300

Vergrößertes Modell der Patek Philippe Gyromax-Unruh_Handaufzugskaliber 23-300

Vergrößertes Modell der Patek Philippe Gyromax-Unruh_Handaufzugskaliber 23-300

Am 31.12.1951 ließ Patek Philippe die „Gyromax„-Unruh patentrechtlich schützen. Bei dieser besonderen Unruh wurden acht scheibenförmige und geschlitzte Regulierelemente auf axial angeordneten Stiften drehbar gelagert. Durch Verdrehen ändert sich das Trägheitsmoment der Unruh.

Anfänglich diente bei Patek Philippe der bewährte Rückermechanismus mit Feinreguliervorrichtung zusätzlich zur Veränderung der Unruhfrequenz. Doch erst in Verbindung mit einer frei schwingenden Spirale konnten die Präzisionsvorteile der „Gyromax“ voll ausgeschöpft werden.

Inzwischen verwenden viele Uhrenmarken Unruhn mit variabler Trägheit. Die Verwendung von Silizium-Unruhspiralen machen solche sogar zwingend erforderlich.