Luxusuhren mit Automatikwerk (Teil 2)
Luxus-Uhren sind auch eine Frage des Kalibers

Mechanische Luxus-Uhren kosten oft ein kleines Vermögen. Mit Automatikwerken versuchen Uhren-Hersteller das Preis-Leistungs-Verhältnis anzupassen. Wir sagen Ihnen, welche Kaliber in den stählernen Automatikuhren von Montblanc und Co. verbaut sind…

Luxus-Uhren sind auch eine Frage des Kalibers

Kaliber 25.10: „Luminor Due“ von Panerai

In der stählernen „Luminor Due“ verbaut Panerai das Automatikwerk BM12-1975A. Und zwar in konventioneller Bauweise, sprich ohne Silizium-Komponenten.  Das aus 171 Teilen assemblierte Rotorkaliber OP (Officine Panerai) XXXIV verfügt über 72 Stunden Gangautonomie. So kann ein ganzes Wochenende im Tresor abgelegt werden.

Mit dem Ensemble wenden sich die Italiener an Uhrenliebhaber, denen es mehr auf die Optik der ganzen Uhr als auf das darin tickende Innenleben ankommt. Für 4.600 Euro bekommt man reinrassigen, unverkennbaren Panerai-Look: 38 oder 42 Millimeter Gehäusedurchmesser, markanter Kronenschutz und Lederband. Nicht zuletzt auch mit Blick auf den Preis besitzt die insgesamt 11,2 Millimeter hoch bauende Edelstahl-Schale keinen Sichtboden.

Die TimeWalker von Montblanc ist nicht nur schick und sportlich, sondern auch verhältnismäßig günstig.

Kaliber 25.10: „TimeWalker“ von Montblanc

Der Werkehersteller Valfleurier ist auch für Montblanc tätig gewesen. Das exklusive Kaliber 25.10 verfügt über Schaltradsteuerung für den Chronographen mit Horizontalkupplung. Dazu komm ein 30-Minuten- und 12-Stunden-Totalisator und rund 46 Stunden Gangautonomie. Uhrmacher montieren das Werk aus 232 Teilen.

Dieses luxuriöse Automatikuhr präsentiert sich durch einen rauchfarbenen Sichtboden im 43 Millimeter Stahlgehäuse. Ihre Lünette besteht aus kratzfester Keramik. Bis zu einem Druck von zehn bar ist die Uhr wasserdicht. Weil die Hamburger mit Swiss-Made-Uhren unter anderem neben TAG Heuer bestehen müssen, ist der sportive „TimeWalker“ übrigens für weniger als 5.000 Euro zu haben.

Kaliber H1912: „Carré H“ von Hermès

Als Marc Berthier für La Montre Hermès 2010 die „Carré H“ kreierte, strebte er eine harmonische Formgebung und optimale Ablesbarkeit an. 2018 kehrt die Baureihe zurück. Das mittlere Modell wurde auf 38 x 38 Millimeter vergrößert.

Abgerundete Ecken und bombierter Glasrand nehmen der teils polierten, teils kugelgestrahlten Edelstahlschale ihre Schärfe. Innen kümmert sich das exklusive Automatikkaliber H1912 um die Anzeige von Stunden, Minuten und Sekunden. Die 3,4 Millimeter hoch bauende Mechanik besteht aus 193 Komponenten. Kugellagerrotor, rund 50 Stunden Gangautonomie und vier Hertz Unruhfrequenz zeichnen das Modell aus. Hersteller ist Vaucher, ein Mitglied der Parmigiani-Gruppe. Die Franzosen halten eine Beteiligung von 25 Prozent. Der Preis der „Carré H“: 5.900 Euro.

Ein Stück Uhrengeschichte ist die Santos von Cartier.

Kaliber 1847 MC: „Santos“ von Cartier

Dass die „Santos“ von Cartier schon 114 Jahre alt ist, sieht man ihr nicht an. Für den jugendlichen Charme der Ikone sorgten die Produktgestalter durch ein gründlich überarbeitetes Gehäuse samt der Befestigung des Armbands. Die Stahlschale mit integriertem Magnetfeldschutz umschließt das hauseigene Automatikkaliber 1847 MC. Zu dessen Eigenschaften gehören unter anderem Hemmungsteile aus einer Nickel-Phosphor-Legierung. Nutzerfreundlichkeit verspricht das patentierte unsichtbare „QuickSwitch“-System zum schnellen Wechsel des mitgelieferten Leder- und Metallbands. Letzteres lässt sich dank SmartLink“ problemlos selbst kürzen oder auch verlängern. Dieses Stück Uhrengeschichte gibt es ab rund 6.000 Euro.

Ein Stück Uhrengeschichte ist die Santos von Cartier.

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