„Tonda Chronor Anniversaire“ von Parmigiani Fleurier
Ein Chronograph zum Jubeln

Einen Chronographen zu entwickeln erfordert höchstes Geschick. Zum 20. Jubiläum hat es Meister-Uhrmacher Michel Parmigiani trotzdem gewagt – und sich mit dem raffinierten „Tonda Chronor Anniversaire“ einen Traum erfüllt.

Ein Chronograph zum Jubeln

Schmuckstück mit Automatikwerk: Die Parmigiani Fleurier Tonda 1950 Steel.

Eine Frage des Zusammenspiels

Die serienreife Konstruktion eines integrierten Chronographen sei fünfmal schwieriger als ein Tourbillon zu entwickeln, sagte Meister-Uhrmacher Michel Parmigiani einmal. „Bei einem Chronographen müssen unglaublich viele Komponenten funktional perfekt zusammenwirken. Fällt nur ein kleines Teil aus oder ist eine Baugruppe falsch justiert, versagt der Stoppmechanismus.“ Dabei hatte der gebürtige Italiener seit der Gründung von Parmigiani Fleurier 1996 immer von einer Armbanduhr mit Stoppmechanismus geträumt. Doch erst zum 20-jährigen Firmenjubiläum wurde der Traum Realität.

Ausgesucht hat sich Parmigiani Fleurier gleich die höchste Anforderungsstufe. Der Chronograph besitzt einen Schleppzeiger, einen Rattrapante, wie es im Uhrmacher-Französisch heißt.

Beim Chronographen müssen alle Teile perfekt zusammenwirken – sonst versagt der Stoppmechanismus.

Streng geheim: Arbeiten am Kaliber PF361

Bereits Mitte 2015 öffnete Parmigiani den Uhrenkosmos-Autoren unter dem Siegel größter Verschwiegenheit die Werkstatttüren. So konnte man sich von den Fortschritten der Arbeiten am Kaliber PF361 überzeugen. Damals gab es 3-D-Animationen und erste Bauteile im Prototypen-Stadium. Ziel der Fertigstellung war Januar 2016 – perfektes Timing also für den SIHH. Dort soll der opulente „Tonda Chronor Anniversaire“ mit Chronograph, Schleppzeiger und Großdatum erstmals präsentiert werden.

Das durchbrochen konstruierte Handaufzugswerk kommt dann mit folgenden Raffinessen daher:

  • Große, justierbare Unruhbrücke
  • Unruhfrequenz fünf Hertz, also 36.000 Halbschwingungen pro Stunde für Zehntelsekunden-Stoppgenauigkeit.
  • Unruh mit variablem Trägheitsmoment. Regulierung mit Hilfe von Masselots.
  • Frei schwingende Unruhspirale aus eigener Produktion (AtoKalpa).
  • Zwei Schalträder, eines für den Chronographen und ein zweites zur Steuerung des Schleppzeiger-Mechanismus.
  • Vertikale Friktionskupplung
  • 30-Minuten- und 12-Stunden-Zähler
  • Permanentsekunde bei der “6”
  • Großdatum bei der “12”
  • Die tragenden Teile des Kalibers PF361 bestehen aus massivem Gold.

In den Farben Weiß- oder Rotgold ist das bekannte Tonda-Gehäuse zu haben. Zur Wahl stehen jeweils Zifferblätter in hellem Silber oder Blau. Insgesamt fertigt Parmigiani von der Erst-Edition 100 Stück: Vier limitierte Serien nämlich zu jeweils 25 Exemplaren.

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