2 Bronzeuhren zum Kennenlernen - Bell&Ross BR-03 „Diver Bronze“ und Oris Carl Brashear Chronograph
Die Wandelbaren und das Meer

In der Nautik hat sich das unedle Metall Bronze längst bewiesen. Warum die Vorzüge nicht auch für maritime Zeitmesser nutzen, dachten sich die Uhrmacher von Bell&Ross und Oris. Und entwickelten zwei Taucheruhren mit guter Technik und besonderer Bronze-Optik. Wir haben näher hingesehen.

Die Wandelbaren und das Meer

Mit der "Big Crown Pointer Date" schafft Oris auch den Einzug ins Damensegment

Bronze & Wasser: Diese Taucheruhren von Bell&Ross und Oris machen Lust auf Meer

Die einen sagen die Taucheruhren Bell&Ross Diver Bronze wie die Oris Carl Brashear wären unedel. Die andern finden die Bronzeuhren umfwerfend schön und archaisch. Wir möchten nicht entscheiden. Doch Fakt ist, dass Bronze kein reines Metall, sondern eine Legierung aus unterschiedlichen Metallen ist. Es besteht hauptsächlich aus Kupfer und Zinn. Je nach Verwendungszweck gesellen sich andere Materialien wie Aluminium, Blei, Mangan, Silizium, Beryllium, Phosphor, Magnesium oder auch Cadmium hinzu.
Klingt zunächst unsexy. Aber die Optik der Uhren mit feiner Patina ist für viele umwerfend schön.

2018 hat auch die Uhrenmanufaktur Bell & Ross den in der Uhrenindustrie angesagten Werkstoff Bronze entdeckt. Bei der Wahl der Zusammensetzung entschied sich das französische Unternehmen mit Produktionsstätte in der Schweiz für CuSn8. Dabei handelt es sich um eine Bronze mit achtprozentigem Zinnanteil. Dieser Mix gewährleistet nicht nur eine hohe Festigkeit, sondern vor allem sehr gute Korrosionsbeständigkeit. Das bedeutet, dass die oxidationsbedingte Farbveränderung der Gehäuseoberfläche deutlich langsamer voranschreitet. Das usprüngliche Erscheinungsbild des ausdrucksstarken Zeitmessers bleibt lange erhalten. Natürlich handelt es sich um eine Taucheruhr, denn wegen seiner Materialeigenschaften hat sich Bronze längst in der Nautik bewährt. Schiffsbeschläge und -schrauben sind die besten Beispiele.

Wasserdruck? Kein Problem!

Die 42 Millimeter große BR-03 „Diver Bronze“ mit verschließbarer Krone kann bis zu 300 Meter in die Tiefen des Meeres hinabsteigen. Natürlich lässt sich der Taucher-Glasrand mit Minuten-Graduierung nur in einer Richtung verdrehen. Die opulente Super-Luminova-Leuchtausstattung erleichtert aber das Ablesen der Zeit auch bei widrigen Sichtverhältnissen in den Tiefen der Meere. Der massive Gehäuseboden besteht dagegen aus Stahl und zeigt natürlich einen Taucherhelm. Für die unter Wasser besonders kostbare Zeit ist das Automatikkaliber BR-CAL-302 zuständig. Dahinter verbirgt sich als Basis ein zuverlässiges SW 300 von Sellita. Die Edition  ist perfekt für Individualisten, schließlich sind die Bronze-Taucheruhren auf 999 Exemplare limitiert.

„Point“-Landung für Oris

Wer sich beeilt, kann beim Oris-Konzessionär vielleicht noch eines der 2.000 Exemplare des bronzenen „Carl Brashear Chronographen“ ergattern. 1938 hatte die Manufaktur das Kaliber 373 „Pointer“ vorgestellt. Im Laufe von 80 Jahren mutierten derartige Armbanduhren mit Zeigerdatum bei Oris zu echten Ikonen. Das gilt auch für die des Jahres 2018. Hier wendet sich das Familienunternehmen mit der „Big Crown Pointer Date“ vor allem ans weibliche Geschlecht. Das Gehäuse des Newcomers mit grünem Zifferblatt misst nämlich gerade einmal 36 Millimeter. Interessant, denn dieses Gardemaß wies auch das Vorbild aus den 1930-er Jahren vor.

Bronze steht auch Damen

Im Gegensatz zu heute, handelte es sich damals jedoch um eine durchaus männliche Größe. Heutzutage werden sich hingegen nur wenige Vertreter des so genannten starken Geschlechts von dieser Armbanduhr angezogen fühlen. Aber zum Glück haben die Frauen der Schöpfung mittlerweile auch den Reiz des Retrolooks entdeckt. Das Ticken, welches den Herzschlag der menschlichen Kultur bedeutet, liegt ihnen ebenfalls nicht fern. Somit steht dem Rang einer perfekten Begleiterin am Handgelenk kaum etwas entgegen. Damen mit ausgeprägtem Hang zur Individualität werden in diesem Zusammenhang den besonderen Charme des Gehäusematerials zu schätzen wissen.

Bronze besitzt nicht nur eine angenehm warme Farbe, sondern auch die Fähigkeit, sich im Laufe der Zeitzu einem Unikat zu entwickeln. Gelegentliche Sprünge ins kühle Nass nimmt dieser Zeitmesser ebenfalls nicht übel. Seine klassisch runde Schale widersteht Wasserdruck bis zu fünf bar. Bleibt das tickende Innenleben: Oris hat es 754 getauft. Als Basis dient den Uhrmachern das zuverlässige Sellita 200-1 mit vier Hertz Unruhfrequenz und ca. 38 Stunden Gangautonomie. Eine runde Sache.

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