Tutima Tempostopp - die Schöne aus der Uhrenschmiede in Glashütte
Alles „tutus“ bei Tutima!

Die Juristerei ist nicht von Nachteil. Gerade wenn man wie Dr. Ernst Kurtz seine Leidenschaft für Uhren auslebt. Allerdings braucht es Know-how und Markenrechte um schöne Uhren zu bauen. Wie die Tutima Tempostopp.

Alles „tutus“ bei Tutima!

Die Tutima Tempostopp kommt jetzt mit hauseigenem Manufakturkaliber T659.

Wer ist Dr. Kurtz?

In der Absicht, dass Uhren aus Glashütter Produktion auch breitere Bevölkerungsschichten ansprechen sollten, entwickelte der Jurist Dr. Ernst Kurtz Ende 1926 ein Firmenkonglomerat, zu dem die UROFA „UhrenRohwerkeFabrikation Glashütte AG“ sowie die „UFAG Uhrenfabrik Glashütte AG“ gehörten. Letztere produzierte in erster Linie fertige Armbanduhren. Die Top-Qualitäten wurden mit der Signatur „Tutima Glashütte“ am Markt lanciert. Der einprägsame Name leitet sich ab vom lateinischen Adjektiv „tutus“, also „sicher, geschützt“. Der Kauf einer kleinen Schweizer Uhrenfabrik und ihr Transfer nach Sachsen kompensierten mangelndes Knowhow bei der Herstellung preiswerter Armbanduhr-Rohwerke.

Ein Stück Uhrenkunst für die deutsche Luftwaffe

Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verlangten Schweizer Boykottdrohungen und -maßnahmen zwingend nach der Entwicklung eines eigenen deutschen Chronographen-Kalibers für Piloten der Luftwaffe. Weil es nicht hinter den eidgenössischen Fabrikaten zurückstehen durfte, verfasste das Ministerium ein detailliertes Lastenheft. Toleriert wurden maximale Gangabweichungen im Bereich von -3 bis +12 Sekunden im Temperaturspektrum zwischen -10 und +40 Grad Celsius. Natürlich durften starke Stöße das Werk in seiner Funktion ebenso wenig beeinträchtigen wie hohe Querbeschleunigungen. Für das Gehäuse galt indes: wasserdicht bis zu einem Druck von 1,5 bar (15 Meter) für die Dauer von 1,5 Stunden.

1941 hatte das 15linige, 5,4 mm hohe Kaliber UROFA 59 mit 2,5 Hertz Unruhfrequenz und Breguetspirale endlich seine Serienreife erreicht. Der Schaltrad-Chronograph verfügte nunmehr über horizontale Räderkupplung und 30-Minuten-Zähler. Mit von der Partie war ferner ein „Tempostopp“, genauer gesagt eine permanente Nullstellmöglichkeit. Heute ist das besser bekannt als Flyback-Funktion. Diese 39 Millimeter großen Armbanduhren mit Drehlünette, von denen bis 1945 rund 30.000 Exemplare entstanden, erfreuen sich heutzutage hoher Wertschätzung bei Sammlern.

Tutima-Neuanfang am Bahnhof Glashütte

Am 7. Mai 1945, nur einen Tag vor dem Bombenhagel auf Glashütte, hatte sich Dr. Kurtz derweil mit seinem Hab und Gut abgesetzt. 1951 begegnet man ihm jedenfalls im niedersächsischen Ganderkesee. Nachdem sich das Regime der Deutschen Demokratischen Republik derweil nicht für den traditionsreichen Namen Tutima interessierte, feierte er sein Comeback am neuen Standort. Der Aufstieg zur weltweit bekannten Marke ist Dieter Delecate zu verdanken. Der frühere Mitarbeiter von Dr. Kurtz hatte sich 1957 zunächst mit einem Uhrengroßhandel selbständig gemacht.

Am 7. April 1970 sicherte er sich außerdem die Rechte an Tutima. Mit dem Erwerb eines nahe dem Glashütter Bahnhof gelegenen Gebäudes blickt Tutima nunmehr seit Mai 2011 konsequent zurück in die Zukunft. Nach gründlicher Renovierung des Bauwerks sowie seiner Ausstattung mit einem hoch modernen Maschinenpark hielten sodann Techniker, Konstrukteure, Uhrmacher und andere Facharbeiter ihren Einzug. Mit dem chronometrischen Neustart in Sachsen verknüpfte sich im weitesten Sinn auch die Rückkehr zu den einstigen Manufaktur-Aktivitäten.

Sammler erwarten – und bekommen – ein anspruchsvolles Manufaktur-Uhrwerk

Zum 90. Geburtstag lanciert Tutima schließlich nach dreijähriger Entwicklungszeit im abgeschiedenen Müglitztal eine technisch wie handwerklich logischer Weise optimierte und vervollkommnete Neuauflage dieses außergewöhnlichen Uhrwerks. Auf diese Weise entspricht das Handaufzugskaliber T659 dem, was anspruchsvolle Sammler und Liebhaber ebenfalls von einer hochwertigen Manufaktur-Kreation erwarten. Ein Tribut an die Gegenwart ist außerdem die von 2,5 auf drei Hertz beschleunigte Unruhfrequenz. Sie gestattet Stoppungen auf die Sechstelsekunde genau. Als Gangregler dient Tutima eine Schraubenunruh mit goldenen Masse- und vier Regulierschrauben, deren Gewinde in geschlitzten und damit klemmenden Gewindelöchern drehen. Diese Unruh mit variabler Trägheit gestattet die Verwendung einer frei schwingenden Breguetspirale.

Für die Assemblage eines der durch und durch klassisch konzipierten Uhrwerke, Durchmesser 33,7, Bauhöhe 6,6 Millimeter sind 236 Komponenten vonnöten. Zu ihnen gehören auch 28 funktionale Steine. Eine voll gespante Zugfeder gewährleistet 65 Stunden Gangautonomie. Selbstverständlichkeiten sind, wie gehabt, klassische Schaltradsteuerung für die zeitschreibenden Funktionen und eine übersichtliche horizontaler Räderkupplung. Der 30-Minuten-Zähler ist nun jedoch springend ausgeführt.

Nostalgie bei der Namensvergabe

Keine Debatte gab es bei Tutima hinsichtlich hoher Standards bei der Ausführung des Uhrwerks sowie der Komponenten-Finissage. Alles entspricht dem, was man sich angesichts der sächsischen Herkunft verspricht. Schutz bietet ein 43 Millimeter messendes Roségold-Gehäuse, das am Handgelenk 12,95 mm aufträgt. Bei der Namensgebung hat sich das Tutima-Team um Dieter Delecate auf die Vergangenheit und die damals aus aviatischen Gründen im Werk verbaute Temposchaltung besonnen. Vom Jubiläums-„Tempostopp“ enstehen 90 Exemplare und kein Stück mehr. Jedes schlägt mit moderaten 28.600 Euro zu Buche.

Sammler erwarten – und bekommen – ein anspruchsvolles Manufaktur-Uhrwerk

Zum 90. Geburtstag lanciert Tutima schließlich nach dreijähriger Entwicklungszeit im abgeschiedenen Müglitztal eine technisch wie handwerklich logischer Weise optimierte und vervollkommnete Neuauflage dieses außergewöhnlichen Uhrwerks. Auf diese Weise entspricht das Handaufzugskaliber T659 dem, was anspruchsvolle Sammler und Liebhaber ebenfalls von einer hochwertigen Manufaktur-Kreation erwarten. Ein Tribut an die Gegenwart ist außerdem die von 2,5 auf drei Hertz beschleunigte Unruhfrequenz. Sie gestattet Stoppungen auf die Sechstelsekunde genau. Als Gangregler dient Tutima eine Schraubenunruh mit goldenen Masse- und vier Regulierschrauben, deren Gewinde in geschlitzten und damit klemmenden Gewindelöchern drehen. Diese Unruh mit variabler Trägheit gestattet die Verwendung einer frei schwingenden Breguetspirale.

Für die Assemblage eines der durch und durch klassisch konzipierten Uhrwerke, Durchmesser 33,7, Bauhöhe 6,6 Millimeter sind 236 Komponenten vonnöten. Zu ihnen gehören auch 28 funktionale Steine. Eine voll gespante Zugfeder gewährleistet 65 Stunden Gangautonomie. Selbstverständlichkeiten sind, wie gehabt, klassische Schaltradsteuerung für die zeitschreibenden Funktionen und eine übersichtliche horizontaler Räderkupplung. Der 30-Minuten-Zähler ist nun jedoch springend ausgeführt.

Nostalgie bei der Namensvergabe

Keine Debatte gab es bei Tutima hinsichtlich hoher Standards bei der Ausführung des Uhrwerks sowie der Komponenten-Finissage. Alles entspricht dem, was man sich angesichts der sächsischen Herkunft verspricht. Schutz bietet ein 43 Millimeter messendes Roségold-Gehäuse, das am Handgelenk 12,95 mm aufträgt. Bei der Namensgebung hat sich das Tutima-Team um Dieter Delecate auf die Vergangenheit und die damals aus aviatischen Gründen im Werk verbaute Temposchaltung besonnen. Vom Jubiläums-„Tempostopp“ enstehen 90 Exemplare und kein Stück mehr. Jedes schlägt mit moderaten 28.600 Euro zu Buche.

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