Die Clifton Baumatic von Baume & Mercier erhält mit dem Ewigen Kalender ein sinnvolle Komplikation
Ein neuer Hüter der kalendarischen Ewigkeit

Zum Genfer Uhrensalon SIHH 2019 zeigt Baume & Mercier seine neue Armbanduhr Clifton Baumatic mit ewigem Kalender. Die Mechanik unter dem Zifferblatt wird vom innovativen „Baumatic“-Kaliber mir Rotor-Selbstaufzug angetrieben

Ein neuer Hüter der kalendarischen Ewigkeit

Technisch anspruchsvoll

Um die Leistung des Baume & Mercier Ewiger Kalender zu verstehen, geben wir Ihnen ein paar Leistungsdaten vorweg.
Also, gesetzt der Fall, unser Mann trägt diese Armbanduhr tagtäglich. Alternativ befestigt er sie während ungeeigneter sportlicher Outdoor-Aktivitäten auf einem Umlaufgerät, welches die Zugfeder beständig spannt, braucht er die Anzeige von Datum, Wochentag und Monat bis Ende Februar des Jahres 2100 niemals korrigieren. Selbstverständlich muss dabei auch jene Mechanik mitspielen. Wozu die aus uhrmacherischer Sicht notwendige Revision nach fünf bis sechs Jahren gehört. Aber das ist ja klar.

Warum nun gerade das Jahr 2100? Ganz einfach! Bekanntlich währt jedes vierte Jahr 366 Tage lang. Der Monat Februar endet am 29 des Monats. Gajus Julius Cäsar brachte die Schaltjahres-Regel wohl von seinen Feldzügen mit und integrierte sie in den nach ihm benannten Julianischen Kalender. Der trat 45 v. Chr. in Kraft. Kaiser Augustus startete den Kalender dann nach dem Tod seines Stiefvaters im Jahr 8. N. Chr. neu. Ihm ist es also zu verdanken, dass sich die Schaltjahre unkompliziert per Division durch vier ermitteln lassen.

Kleines Problem dabei. Weil der Imperator und sein Astronom Sosigenes das Jahr um 0,0078 Tage zu lang berechnet hatten, musste Papst Gregor XIII. nachbessern. Seit 1582 gilt der Gregorianischen Kalender. Diesem zufolge fällt der 29. Februar in jenen Säkularjahren aus, deren Zahl sich nicht ohne Rest durch 400 teilen lässt. In diesem Sinn war 2000 ein Schaltjahr. 2100, 2200 und 2300 werden es hingegen nicht sein. Was die meisten von uns persönlich wohl nicht bekümmern muss.

Kleine Wortkunde

Kalendarien welche die unterschiedlichen Monatslängen in Normal- wie Schaltjahren kennen, nennt man immerwährender oder auch ewiger Kalender. Die allermeisten von ihnen stolpern jedoch über die Gregorianischen Hürden. Allerdings lässt sich dieses Manko angesichts der Bequemlichkeit dieser Zusatzfunktion leicht verschmerzen.

Beim Rückblick in die Geschichte der Zeitmessung und dem Entstehen der Komplikation Ewiger Kalender, findet man 1764 den englischen Uhrmacher Thomas Mudge und die vermutlich erste Taschenuhr mit ewigem Kalender. 1925 fertigte dann Patek Philippe die erste Armbanduhr mit dieser Komplikation.

Ausgangspunkt war das Jahr 2018

Über die während des SIHH 2018 lancierte „Clifton Baumatic“ von Baume & Mercier hat der Uhrenkosmos schon ausgiebig berichtet. Deshalb die Fakten hier nur nochmals in aller Kürze: Genau 4,2 Millimeter hoch baut das innovative Kaliber „Baumatic BM12-1975A“. Hat der Kugellagerrotor die lange Zugfeder vollständig gespannt, reicht ihre Kraft fünf Tage lang. Einen wichtigen Beitrag zu dieser beachtlichen Gangautonomie leistet die neu entwickelte Hochleistungshemmung aus Silizium.
Zur Minimierung der Reibung und Steigerung der Effizienz besitzt sie eine komplett neu berechnete Geometrie. Als Gangregler kooperiert die Glucydur-Unruh mit einer „Twin-Spir“ Unruhspirale aus Silizium. Das Duo oszilliert mit vier Hertz. Der Clou dabei: Magnetfelder bis zu 1.500 Gauss können die innovative Mechanik nicht zum Stillstand bringen. Bemerkenswert ist weiterhin die Ganggenauigkeit. Sie bewegt sich auch ohne Gangzeugnis im Bereich der amtlichen Schweizer Chronometernorm, also zwischen minus vier und plus sechs Sekunden pro Tag.

Jetzt neu

Das Jahr 2019 bringt nun das deutlich aufgewertete Kaliber BM13-1975AC-1. Auf der Vorderseite des Basiskalibers und unter dem Zifferblatt im Porzellan-Look montieren die Uhrmacher ein vom einschlägig erfahrenen Spezialisten Dubois-Dépraz zugeliefertes Modul mit ewigem Kalender. Neben den zentral angeordneten Zeit-Zeigern für Stunden, Minuten und Minuten gibt es kleine Pendants zur Indikation von Datum, Wochentag und Monat. Konzentrisch zum Monatszeiger dreht eine kleine Scheibe mit schwarzem Pfeil. Selbiger lässt wissen, ob es sich um ein Jahr mit 365 oder, wenn rot, eines mit 366 Tagen handelt. Oberhalb der „6“ lassen sich in einem Fenster die Lichtphasen des Mondes ablesen.

Im Gegensatz zum Kalendarium, welches rein theoretisch noch gut 80 Jahre ohne Korrektur auskommt, weicht der Mond in vier Jahren um einen Tag von der astronomischen Norm ab und braucht eine manuelle Nachjustierung. Alle Einstellungen lassen sich mit Hilfe kleiner Drücker in den Flanken des Gehäuse aus massivem Rotgold vornehmen. Seine Dimensionen: Durchmesser 42, Höhe 12,3 Millimeter.

Der Preis der Baume & Mercier Clifton Baumatic Perpetual Calender Armbanduhr liegt bei circa 22.000 Euro.

Uhrenkosmos Modell-Steckbrief 

Hersteller Baume & Mercier
Name Baumatic Perpetual Calendar
Premiere 2019
Uhrwerk Kaliber BM13-1975AC-1
Aufzug automatisch
Durchmesser 28,20 mm
Bauhöhe 4,20 mm (Basiswerk ohne Kalendarium)
Unruhfrequenz vier Hertz
Gangautonomie 120 Stunden
Anzeige Stunden, Minuten, Sekunden, Datum, Wochentag, Monat, Schaltjahr, Mondphasen
Zusatzfunktionen Ewiger Kalender
Gehäuse Rotgold
Durchmesser 42 mm
Höhe 12,3 mm
Wasserdichte fünf bar
Armband Alligatorleder
Preis circa 22.000 Euro

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