"Laureato“ von Girard-Perregaux
Der Musterschüler

Ein sportlicher und mustergültiger Abschlussschüler, dem man gerne die Reifeprüfung abnimmt. Inzwischen gibt es den Klassiker in den unterschiedlichsten Ausführungen. Es scheint, als sei die sportive „Laureato“ von Girard-Perregaux erwachsen geworden.

Der Musterschüler

Mustergütiges Geschenk - nicht nur für Absolventen: Die Laureato von Girard-Perregaux .

Eine Uhr für Laureaten

Die sportlich-elegante „Laureato“ von Girard-Perregaux geht auf den italienischen Titel von Mike Nichols Film „The Graduate“ zurück. Die Reifeprüfung. Und tatsächlich, als  die von einem Mailänder Designer gestaltete Uhr 1975 auf den Markt kam, entwickelte sich das in Edelstahl und Massivgold erhältliche Modell jenseits des Brenners schnell zu einem beliebten Geschenk für Laureaten.

Pionier in der elektronischen Zeitmessung

Während die Uhrenindustrie gerade die schmerzlichen Konsequenzen der Quarz-Revolution zu spüren bekam, tat sich Girard-Perregaux als Pionier in der elektronischen Zeitmessung hervor. 1972 präsentierte die Manufaktur während der Basler Uhrenmesse das Kaliber GP 350, deren Entwicklung im Jahr zuvor begonnen hatte. Verwendet hatten die Uhrmacher dafür einen CMOS-Chip von Motorola. Der Quarz-Resonator von Reeves Hoffmann oszillierte erstmals mit der späteren Standardfrequenz von 32 Kilohertz, exakt 32.768 Hertz. Gestell und Räderwerk waren von LeCoultre produziert worden. Das weltweit erste Hochfrequenz-Quarzwerk für Armbanduhren hatte einen Durchmesser von 30 sowie eine Bauhöhe von 7,2 Millimetern. Seine Batterie hielt anfangs ein Jahr. Das erste mit dem GP 350 ausgestattete Modell ist am Zifferblatt mit der stilisierten Grafik eines integrierten Schaltkreises zu erkennen.

Die Batterie des weltweit ersten Hochfrequenz-Quarzwerk für Armbanduhren hielt anfangs nur ein Jahr.

Auch die Keramikversion „Laureato Skeleton Ceramic“ von Girard-Perregaux ist was fürs Auge.

Die Folgekaliber 351 bis 354 verwendeten die gleiche Elektronik und den gleichen Schrittschaltmotor, waren aber flacher konstruiert und verbrauchten weniger Energie – so konnte die Lebensdauer der Batterie auf zwei Jahre verdoppelt werden.

Zudem legte Girard-Perregaux Wert auf den genauen Gang seiner Zeitmesser: Bereits 1971 sandte die Manufaktur Prototypen des GP 350 zum Neuenburger Observatorium – die Erfolge sprachen für sich. Verglichen mit dem vier Mal langsamer schwingenden Konkurrenzkaliber Beta 21 und den damit ausgestatteten Uhren bot Girard-Perregaux sein stählernes Quarzmodell ab 1972 übrigens erstaunlich günstig an. Das Werk war für 480 Schweizerfranken zu haben.

Die Laureato von Girard-Perregaux aus dem Jahr 1975

Ein Quarzwerk für den Musterschüler

Nach den Erfolgen stand fest, dass in der ersten „Laureato“-Kollektion von 1975 ein mustergültiges Quarzwerk ticken sollte. Die neue Form der Zeitmessung signalisierte Fortschritt – und das wollte man auch zeigen: „Quartz Chronometer“ war auf sämtlichen Zifferblättern zu lesen.

1984 stand die erste optische Überarbeitung der Linie an. Hinzu kamen verschiedene komplizierte Uhrwerke mit astronomischen Anzeigen. Auf die zweite gestalterische Fortentwicklung im Jahre 1995 folgte 2005 eine dritte mit Namen „Evo³“. Auch optisch erhielt die Uhr Feinschliff, der sich in einer sanfterer Linienführung widerspiegelte.

Klassiker im neuen Look

Zum 225. Geburtstag im Jahr 2016 brachte Girard-Perregaux eine optisch und auch gehäusetechnisch runderneuerte „Laureato“ auf den Markt, am 5. Mai 2017  wurde die „Laureato Skeleton“ eingeführt. Ihre mechanischen Werte offenbart die Uhr in der  durchbrochen ausgeführten Manufaktur-Automatik GP01800-0006. Bei 30,6 Millimetern Durchmesser baut das mit vier Hertz tickende Werk 4,16 Millimeter hoch, 173 Komponenten finden darin ihren Platz. Nach Vollaufzug durch den skelettierten Rotor stehen rund 54 Stunden Gangautonomie zur Verfügung.

Die in Stahl oder Roségold erhältliche Schale, die vorne und hinten  mit Saphir verglast ist, misst 42 Millimeter. Und Tauchen kann der Laureat damit auch, denn bis zehn bar ist die das Stahlmodell wasserdicht. Die Gold-Variante hält immerhin einem Wasserdruck bis zu fünf bar stand. Am Handgelenk trägt der schöne Klassiker 10,88 Millimeter auf.

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