Tag Heuer
Der Mann & le Mans: Wie die „Monaco“ ans Handgelenk von Steve McQueen fand

Er war Weltstar, legendärer Frauenheld, Stil-Ikone. Dass der 1980 verstorbene Schauspieler Steve McQueen einen „Monaco“-Chronographen am Handgelenk trug, ist Grandseigneur Jack W. Heuer und einem seiner genialen Schachzüge zu verdanken …

Der Mann & le Mans: Wie die „Monaco“ ans Handgelenk von Steve McQueen fand

1969 gehörte die vom heute 85-jährigen Heuer geleitete Uhrenmarke zu den Pionieren des Armbandstoppers mit Selbstaufzug. In besagtem Jahr debütierte das während vier Jahren zusammen mit Breitling, Büren und Dubois-Dépraz entwickelte Mikrorotor-Kaliber 11. Seine Entwicklung hatte die damalige Verhältnisse stattliche Summe von 500.000 Schweizerfranken verschlungen.

Bei Heuer hießen die mit der Weltpremiere ausgestatteten Zeitmesser unter anderem „Autavia“, „Carrera“ und „Monaco“. Für letzteren hatte Jack Heuer erstmals überhaupt eine quadratische und dennoch wasserdichte Schale entwickeln lassen. „Weil unser Marketingetat nach dem gewaltigen Entwicklungs-Kraftakt beinahe erschöpft war, mussten wir intelligente, weniger kostspielige Methoden der Verkaufsförderung suchen“, so Heuer. Und die fand der Patron auf dem Golfplatz.

Steve McQueen - TAG Heuer Monaco

Die Uhr macht den Menschen, aber wohl noch mehr der Mensch die Uhr, denn Steve McQueen gab den Dingen einen maskulinen Charme - wie auch seiner TAG Heuer Monaco

Einstieg wie ein Amateur

Dort berichtete ihm ein Freund ganz nebenbei, dass Joseph „Jo“ Siffert nach einem Sponsoren Ausschau halte. Bald darauf besuchte der clevere Unternehmer den Porschehändler in seinem Autohaus. Dort verfehlte die neue, sehr markante „Monaco“ ihre Wirkung nicht. Die Offerte, den eidgenössischen Formel-1-Piloten im Rahmen der Möglichkeiten zu unterstützen und eines seiner schwäbischen Fahrzeuge zu erwerben, überzeugte vollends.

Der neue Partner nannte fortan eine Monaco sein Eigen, platzierte das Heuer-Logo deutlich sichtbar auf seinen Renn-Overall und klebte ein weiteres prominent auf seinen legendären Porsche 908. „Das war sicher ein amateurhafter Einstieg ins Formel-1-Geschäft, bekennt Jack W. Heuer rückblickend, „aber wir engagierten uns als erste branchenfremde Marke in diesem rasanten Hochleistungssport und fuhren nicht schlecht damit“.

Steve McQueen LeMans 1970 mit Jo Siffert

Steve McQueen LeMans 1970 mit Jo Siffert

Die teuerste Tag Heuer der Welt

Der Deal zahlte sich 1970 aus, als Lee H. Katzin mit Steve McQueen den Film „Le Mans“ drehte. Jack W. Heuer hatte den Filmausstatter Don Nunley, damals Property Master genannt, mit reichlich Stickern, Borduhren und Chronographen ausgestattet. Nach vielen Testrunden in Le Mans bat der Produzent Steve McQueen, endlich sein filmisches Outfit festzulegen. Der Schauspieler entschied sich für den Dress des gerade neben ihm stehenden Jo Siffert, den er ja schließlich auf der Leinwand darstellen sollte.

Im Zuge dieser Wahl befestigte der Rennfahrer blitzschnell ein Stoffabzeichen des Heuer „Chronomatic“ am Overall. Außerdem durfte der Mime beherzt in die Schachtel mit Heuer Chronographen greifen – und entschied sich für exakt jene „Monaco“, auf die auch der Rennfahrer blickte und auf den Standfotos zu erkennen ist. Im Juli 2012 erlöste dieser legendäre Zeitmesser 650.000 US-Dollar. „Ich glaube“, so Jack W. Heuer, „dass niemals mehr für eine Heuer Uhr bezahlt wurde.“

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  1. The Race must go on - jetzt mit Red Bull Racing | Uhrenkosmos - […] war irgendwann im Jahr 1971, als Jack William Heuer die Dependance seiner weltbekannten Chronographenmarke im Jurastädtchen Saint Imier besuchte.…

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