Analoge und digitale Datumsanzeige
Bei einer analogen Datumsanzeige weist ein Zeiger auf eine Skala mit 31 Zahlen. Das Zeigerdatum lässt sich harmonisch in ein Zifferblatt integrieren und kann besonders groß dargestellt werden.
Als digitale Datumsanzeige gilt dagegen die Anzeige einer Zahl in einem Fenster. Meist trägt ein Datumsring die Zahlen 1 bis 31. Beim Großdatum arbeiten häufig zwei Scheiben oder Walzen für Zehner und Einer zusammen.

Schleichender Datumswechsel
Bei einer schleichenden Konstruktion beginnt der Datumsring bereits vor Mitternacht, sich langsam weiterzubewegen. Eine Schaltfeder oder ein Mitnehmer spannt den Mechanismus und führt ihn über einen längeren Zeitraum auf die nächste Position. Diese Lösung benötigt vergleichsweise wenig plötzlich freigesetzte Energie, dafür steht die Zahl während des Wechsels zeitweise nicht exakt mittig im Fenster

Springendes Datum
Ein springendes oder augenblickliches Datum wechselt deutlich schneller. So wird bei einer augenblicklichen Schaltung Energie über Stunden in einer Feder gespeichert und um Mitternacht schlagartig freigegeben. Die Anzeige springt nahezu sofort auf den nächsten Tag. Das wirkt präzise, beansprucht aber mehr Energie und verlangt eine sorgfältige Abstimmung, damit die Schaltung den Gang der Uhr möglichst wenig beeinflusst.

Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Datumsanzeigen
Grundsätzlich ist keine Bauart einer anderen technisch grundsätzlich überlegen. Das Zeigerdatum bietet Gestaltungsfreiheit, benötigt aber eine zusätzliche Skala. Das Fensterdatum ist kompakt und schnell erfassbar, kann jedoch die Symmetrie des Zifferblatts stören. Die stark mit Rolex verbundene Geschichte des Fensterdatums haben wir im Artikel über die Rolex Datejust hier bereits vorgestellt.
Ein Großdatum verbessert die Ablesbarkeit, erhöht aber den konstruktiven Aufwand. Bei vielen mechanischen Uhren sollte die Schnellverstellung nicht während der laufenden Datumsschaltung benutzt werden. Die genaue Sperrzeit nennt die Bedienungsanleitung. Von der Datumsanzeige zu unterscheiden ist die analoge Zeitanzeige: Sie beschreibt Stunden und Minuten durch Zeiger, nicht die Form der Kalenderdarstellung
Gleich auf Nummer sicher geht die Nomos Tangente 2date, verfügt diese doch über ein Fensterdatum bei 6 Uhr sowie ein außenverlaufendes Zeigerdatum. Mehr verrät die Seite des Herstellers.








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