Designer Ini Archibong und die Hermès Galop d’Hermès Armbanduhr
Das Lob des Schattens

Beim Entwurf der neuen Galop d’Hermès Uhr hat sich Designer Ini Archibong am Design Japans der Jahrhundertwende und der klassischen Hermés-Hufeisenform orientiert. War die Belle Èpoque jemals weg?

Das Lob des Schattens

Das Zifferblatt der Galop d''Hermès hat eine leicht-graue Körnung am Rand

Der Designer Ini Archibong und die von ihm gestaltete Galop d’Hermès Armbanduhr stehen im positiven Sinne für die Internationalität der Marke Hermès. In der USA als Kind nigerianischer Eltern geboren, dann in Neuenburg in der Schweiz lebend hat der Designer diverse Kunst- und Designschulen in Europa und den USA durchlaufen. Womöglich liegt in diesem Aufnehmen und Weiterverarbeiten der unterschiedlichen Einflüsse und Stile die Wurzel seines Erfolgs. Dafür spricht zum einen das breite Spektrum an Ausstellungen und Kreationen wie die Internationalität des Gestalters. Zum anderen steht auch Hermès als weltweit agierender Konzern für Luxus französischen Ursprungs mit weltweitem Anspruch.

War das für Ini Archibong der Schlüssel zum Verständnis der Marke Hermès und dem Entwurf einer Uhr? Laut eigener Aussage bezieht sich dieser auf Worte des japanischen Autors Tanizaki Jun’ichirō in seinem Buch „Lob des Schattens“. Darin spricht dieser: „… einem seichten, hellen Glanz ziehen wir ein vertieftes, umwölktes Schimmern vor …“.

Nun fiel die Wahl von Ini Archibong auf einen 1886 in der Nähe von Tokio geborenen und 1965 in Yugawara gestorbenen Schriftstellers wohl nicht aus Zufall. Ist dieser doch kein Autor der Neuzeit. Er steht vielmehr für ein Japan der Jahrhundertwende, dass sich gegenüber dem Westen öffnete. Ebenso für ein Japan, dass hohe handwerkliche Kunstfertigkeit der eigenen Tradition auf Gegenstände des Alltags übertrug.
Solchermaßen Kunstwerk wie Alltagsgegenstand übten diese Objekte bis spät in die 20-er Jahre hinein einen großen Einfluss auf Frankreich und seine europäischen Nachbarn aus. Insbesondere Kunsthandwerker, Designer, Architekten und Maler schätzten die Eleganz und den zurückgenommenen luxuriösen Stil der aus Asien kommenden Objekte und ließen diese Eindrücke in Belle Èpoque und Jugendstil einfließen.

Betrachtet man die Sorgfalt der Herstellung der Galop d’Hermès Armbanduhr, versteht man die Inspiration, die Ini Archibong wohl aus aus den Worten von Tanizaki Jun’ichirō bezog. Ebenso sollte die Gestaltung der Galop d’Hermès sich gestalterisch in die Markenwelt einfügen. Nun denn, wie dem auch sein. An solch einem Alltagsprodukt von großer handwerklicher Fertigkeit verbunden mit dem Markennamen von Hermès werden sicherlich Kunden weltweit ihre Freude finden und mit leichtem, umwölktem Schimmern in den Augen den Weg in eine der Hermès Boutiquen finden.

GALOP D’HERMÈS Armbanduhr

ZIFFERBLATT
Silber gekörnt, Opalin-Zentrum
Aufgestempelte und pulverbeschichtete
silberfarbene arabische Ziffern,
anthrazitfarbene Konturen
Rhodinierte Zeiger

GEHÄUSE
Design von Ini Archibong
Von Pferdegeschirren inspirierte Form
Edelstahl 316L mit oder ohne Besatz
aus 150 Diamanten (≈ 0,66 Karat)
40,8 × 26 mm, Bandanstoßbreite 10 mm
Uhrglas aus entspiegeltem Saphirglas
Wasserdicht bis 3 bar

UHRWERK
Quarz, Schweizer Fabrikat
FUNKTIONEN
Stunde, Minute
ARMBAND
Barénia-Kalbsleder
Natur oder Schwarz
Glattes Alligatorleder
Saphirblau, Glutrot, Himbeerrot,
Elefantengrau oder Schwarz
Mattes Alligatorleder
Étoupe
Dornschließe aus Edelstahl 316L, 10 mm

Über den Autor

Wolfgang Winter

Uhrenkosmos Partner und Autor.

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