Zuweilen stößt das Wissen um die Entstehung der Zeitmessung an seine Grenzen. Also die der Vernunft.
Wie kommt die Zeit in die Uhr?

Seit Jahrtausenden messen Menschen die Zeit immer genauer. Doch wer kann schon spontan auf diese Frage antworten

Wie kommt die Zeit in die Uhr?

Das kunstvolle Zusammenspiel des phantastischen Werks der Jaeger-LeCoultre Master Grande Tradition Gyrotourbillon Westminster Perpétual verspricht Uhrenliebhabern viele Stunden Freude

Die Zeit in der Uhr

Als erwachsene Menschen wissen wir gemeinhin, dass Zeit eine physikalische Größe darstellt. Genauer gesagt: Eine insofern lebensrelevante physikalische Größe, als Mangel an Zeit unseren Alltag nicht gerade angenehmer werden lässt. Denn der Mensch braucht für seine Alltagsverrichtungen ein ausreichendes Quantum an Zeit, um stressfrei leben zu können. Und er braucht weitere freie zeit, um sich als Person in seiner Individualität zu entfalten. Grundsätzlich könnte man festhalten: Ohne (Lebens-)Zeit war’s das mit uns Menschen, denn Zeit ist für uns lebenswichtig.
Doch woher kommt unsere Zeit? Vor der Erfindung der Uhr hatten der Lauf der Gestirne und die Phasen der Naturzyklen in Tier- und Pflanzenwelt das Leben unserer Altvorderen in einer Abfolge strukturiert, die vage dem entspricht, was wir heute als „Zeit“ empfinden. Diesem System mag es an physikalischer Präzision gemangelt haben – möglicher Weise entsprachen es jedoch in höherem Maße dem menschlichen Wesen als das Bemessen von Zeit über Atomuhren und Millisekunde.

Erst als wir Menschen begonnen haben, in komplexeren Siedlungsformen und arbeitsteilig zusammenzuleben, war es aus ökonomischen Gründen erforderlich geworden, dieses Leben exakter zu „takten“. Die Zeit, ehemals eher eine vage Aussage des Tagesablaufs – und demzufolge eine gemütliche Größe – wurde zu den für menschliche Wesen eher weniger bekömmlichen Nanowerten „verfeinert“.

Logisch betrachtet, ändert die Messweise der Zeit jedoch wenig an derem tatsächlichen Bestand, denn die Zeit bleibt als Menge unverändert. Letztlich entscheidende Größe bleibt nämlich nicht Minute oder Stunde oder Tag, sondern die Lebenszeit: Deren Länge wird posthum bestimmt und – wenn wir den Grabsteinangaben Glauben schenken –, zumeist nur in Jahr und Tag bemessen. Auch wenn uns sprachlich ausgedrückt allen irgendwann einmal die Stunde schlagen sollte.

Ist der Stundenschlag demnach zum Unglücksmetrum prädestiniert? Mitnichten: Zu unserem Glück vermag uns die Uhr nicht nur Zeit nehmen, sie vermag uns – bei verständigem Gebrauch – auch Zeit zu schenken! So betrachtet, lässt sich die Eingangsfrage relativ einfach beantworten: „Die Zeit kommt in die Uhr, indem wir sie da hineintun!“

Kluge Menschen wissen ohnehin, dass das echte Glück einer hochwertigen Uhr nicht im exakten Bemessen der Zeit besteht. Vielmehr geht es um das zeitvergessene Betrachten der feinen Mechanik und der Freude darüber, solch ein ein kleines Kunstwerkt am Handgelenk zu tragen.

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