Ein Auftritt mit Verve

Bevor wir über die neue Corum Bubble mit Tourbillon sprechen, muss man wissen, wie stark die im Jahr 2000 vorgestellte „Bubble“ polarisierte. Denn das tat sie ganz gewaltig. Vor allem die angestammte Kundschaft mochte sich nicht ohne Wenn und Aber mit der gestalterisch aus dem Rahmen fallenden Armbanduhr abfinden. Die voluminösen Zeitmesser mit elf Millimeter dickem, hoch gewölbtem und der besseren Ablesbarkeit wegen beidseitig entspiegeltem Saphirglas verstrahlten ungewohnte Opulenz. 45 Millimeter Gehäusedurchmesser hatten es ebenfalls in sich. Mittlerweile haben sich die Wogen längst geglättet und das Modell hat sich erfolgreich etabliert.

Nicht zuletzt deshalb präsentiert Corum die „Bubble“ erstmals mit Zentraltourbillon. Will heißen, der Drehgang ist im Zentrum des Automatikwerks mit beidseitig wirkendem Rotor, zwei seriell geschalteten Federhäusern, 65 Stunden Gangautonomie und vier Hertz Unruhfrequenz angeordnet. Durch den Lupeneffekt der mächtigen Glaskuppel, die „fliegende“, sprich ausschließlich rückwärtige Lagerung des Käfigs und den Verzicht auf konventionelle Zeiger tritt das Tourbillon besonders ausgenfällig in Erscheinung. Die Zeitanzeige erledigen kleine Dreiecke auf irgendwie mysteriöse Weise. Das blaue indiziert die Stunden, das schwarze die Minuten. Als eine Art Sekundenzeiger kann das Ankerrad dienen. Als Teil der Tourbillon-Konstruktion bewegt es sich pro Minute um 360 Grad.

Ein Tourbillon von Format

Der Durchmesser des Manufakturkalibers CO 406 beträgt 13¼ Linien oder knapp 30 Millimeter. Stolze 19,6 Millimeter baut die schützende Titan-„Blase“ mit entspiegeltem Saphirglas und Sichtboden hoch. Die „Bubble“-Schale misst 47 Millimeter und widersteht dem Druck des nassen Elements bis zu zehn bar Druck. Mit Kautschukband ist das beeindruckende Zweit-Oeuvre für 78.100 Euro zu haben.

Für näher Interessierte hier der Link zum Corum Trailer