Die drei Taucher-Armbanduhren "Prospex Save the Ocean" von Seiko dienen einem guten Zweck und kosten zwischen 430 und 490 Euro.
Abgetaucht zum Schutz der Meere

Seiko unterstützt Fabien Cousteau. Gemeinsam mit dem Enkel von Jacques-Yves Cousteau, einem anerkannten Naturschützer engagieren sich die Japaner für die Gesundheit der Weltmeere. Vom Verkaufserlös der Prospex-Taucheruhren fließt ein Teil an das Fabien Cousteau Ocean Learning Center.

Abgetaucht zum Schutz der Meere

Zum Schutz der Meere: Seiko Prospex Save the Ocean Trilogie

Taucheruhren mit Geschichte

Als sich Seiko erstmals dem Thema Taucher-Armbanduhr zuwandte, zeigten die Kalender das Jahr 1964. Damals gingen in Japan die Olympischen Sommerspiele über die Bühne und die Traditionsmanufaktur agierte als Offizieller Zeitnehmer. Mit der Kreation einer Armbanduhr, die Taucher bis zu 150 Meter unter den Meeresspiegel begleiten konnte, wollten die Uhrmacher im Land der Aufgehenden Sonne den europäischen Kollegen ihre einschlägige Kompetenz demonstrieren. Zum Leistungsspektrum des 1965 vorgestellten Unterwasserboliden gehörten beste Ablesbarkeit auch bei mäßigen Sichtverhältnissen und hohe Stoßfestigkeit. Das 38 Millimeter große und 13,4 Millimeter hohe Stahlgehäuse mit Drehlünette schützte ein 12½-liniges Automatikwerk vom Kaliber 6217 A. 1966 bewährte sich die Referenz 6217-8001 an den Handgelenken des 8. Antarktischen Überwinterungsteams.

 

Im folgenden Jahr präsentierte Seiko die bis 300 Meter wasserdichte 6215-010 ebenfalls mit hauseigenem Automatikwerk.

Die legendäre Cousteau-Taucherdynastie war damals bei Seiko noch nicht an Bord. Jacques-Yves pflegte eine enge Freundschaft zu René-Paul Jeanneret, einem begeisterten Sporttaucher und Direktor der Genfer Uhrenmanufaktur Rolex. Daraus erwuchs die Entwicklung der 1954 vorgestellten „Submariner“, deren Wasserdichte bis 100 Meter Tauchtiefte reichte.

Zurück zu Seiko: Mittlerweile unterstützen die Japaner Fabien Cousteau. Gemeinsam mit dem Enkel von Jacques-Yves Cousteau, einem anerkannten Naturschützer engagieren sie sich für die Erhaltung der Fauna und Flora in den Weltmeeren. In diesem Zusammenhang entstanden markante Zeitmesser mit dem Namen „Prospex Save the Ocean“. Vom deren Verkaufserlös fließt ein Teil zum Erhalt der Gesundheit der Ozeane an das Ocean Learning Center von Fabien Cousteau.

„Prospex Save the Ocean” Solar Taucherchronograph Special Edition SSC675P1

Zur Trilogie gehört ein Quarz-Chronographen. Kleine Solar-Panels im Zifferblatt dienen beim Kaliber V175 der umweltfreundlichen Energiegewinnung. Der Speicher lässt das 43,5 Millimeter große Stahlmodell mit einseitig verstellbarer Drehlünette, Schraubboden, -krone und -drücker, „Hardlex“-Mineralglas, 60-Minuten-Totalisator und zusätzlicher 24-Stunden-Indikation bis zu einem halben Jahr lang laufen. Die Wasserdichte der 13,4 Millimeter hohen Schale reicht bis zu 20 bar Druck. Einen Sicherheitsverschluss und natürlich eine integrierte Verlängerungsmöglichkeit besitzt das stählerne Gliederband. Ehrensache ist eine Leuchtausstattung für Zifferblatt und Zeiger.

Der Preis: 430 Euro

„Prospex Save the Ocean“ Automatik Diver‘s Special Edition SRPC93K1 und SRPC91K1
Mechanikfreaks trifft hingegen die Qual der Wahl. Die verbauten Automatikkaliber 4R3x sind im Grunde genommen gleich. Dank „Magic Lever“ verfügen sie über beidseitig wirkenden Rotoraufzug, mehr als 41 Stunden Gangautonomie, drei Hertz Unruhfrequenz, und Sekundenstopp. Die Regulierung erfolgt in einen täglichen Genauigkeitsdelta zwischen -15 und +25 Sekunden.

Im Modell SRPC93K1 tickt das aus 166 Teilen samt 23 funktionalen Steinen assemblierte Kaliber 4R35 mit Fensterdatum. Es kommt mit Gliederband mit Verlängerungsmöglichkeit. Abtauchen kann Mann mit der 43,8 Millimeter großen Edelstahl-Armbanduhr bis zu 200 Meter.

490 Euro

 

Das Kaliber 4R36 ist der ebenfalls bis 20 bar druckdichten Referenz SRPC91K1 zu Eigen. Das Uhrwerk besteht aus 169 Komponenten inklusive 24 funktionalen Steinen. Für sicheren und komfortablen Halt der 45 Millimeter großen Edelstahlschale am Handgelenk sorgt ein Silikonband mit Dornschließe. Die Idee zum flexiblem Armband im Akkordeon-Stil kam den Seiko-Technikern übrigens schon 1975 im Zusammenhang mit der Professionellen, bis 600 Meter wasserdichten Taucheruhr mit -erstmals- einem Titangehäuse.

450 Euro.

Auf die mit dem Winkel und der Art des Lichteinfalls changierenden Leuchtzifferblätter und die Leuchtzeiger blickt man auch bei den Automatikmodellen durch „Hardlex“-Gläser. Dabei handelt es sich um eine Art veredeltes Mineralglas.

Mehr zu Seiko auf Uhrenkosmos findet sich hier

Das Manufakturkaliber Seiko 4R36 mit Kugellagerrotor

Über den Autor

Gisbert L. Brunner

Uhrensammler seit 1964 Journalistische Tätigkeit in Sachen Uhren seit 1981 Autor und Co-Autor von mehr als 30 Büchern über Armbanduhren und namhafte Uhrenmarken

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